True Story

Der letzte Kaiser (The Last Emperor) – britisch-italienisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1987.

Der letzte Kaiser

Gezeigt wird die Lebensgeschichte von Puyi, dem letzten Kaiser Chinas. Aisin Gioro Puyi (1906-1967) war von 1908 bis 1912 zwölfter und letzter Kaiser der Quing-Dynastie.

Mit nur zwei Jahren bestieg er den Thron, nachdem der kinderlose Kaiser Guangxu (1871-1908) im Sterben lag. Dessen Ehefrau, die nun verwitwet war, ließ den Jungen Puyi nach Peking bringen.

Puyi wurde im Februar 1906 geboren. Sein Vater war Prinz Chun II. (1883-1951), ein Halbbruder des verstorbenen Kaisers Gunagxu. Er entstammte dem mandschurischen Fürstengeschlecht der Aisin Gioro, den Herrschern der Jin- und Quing-Dynastie, diese seit 1644 die chinesischen Kaiser stellten.

Als Zweijähriger musste Puyi seine Eltern verlassen, er schrie, er wolle bei seinen Eltern bleiben, diese nichts sagten als man ihn holte und ihnen bewusst wurde das sie ihren Sohn verloren haben. Der Amme Wang Wen-Chao gelang es den Jungen zu beruhigen und sie durfte mit in die Verbotene Stadt. Er schrieb später das er schockiert war, von vielen Fremden umgeben und als er die Witwe Cixi vor ihm sah, fing er an zu zittern.

Seine leibliche Mutter Guwalgiya Youlan (1884-1921) sah er sieben Jahre nicht. Zur Amme hatte er Vertrauen und sie war die einzige die ihn kontrollieren konnte. Als er acht Jahre alt war, schickte man sie fort.

Als Sechsjähriger musste Puyi als Kaiser abdanken. 1911 kam es zur Xinhai-Revolution, die das Ende der Monarchie einläutete. Sie endete mit dem Thronverzicht des sechs Jahre alten Puyi und am 1. Januar 1912 gründete sich die erste chinesische Republik. Dies war gleichzeitig das Ende des über 2100 Jahre alten Kaiserreichs. Den Titel Kaiser von China durfte er dennoch weitertragen. Er lebte noch immer in der Verbotenen Stadt und war völlig isoliert.

1914 holte man seinen jüngeren Bruder Pujie als Spielkameraden. Bislang durfte er kein Kind sein, sondern nur herrschender Kaiser. Als ihm seine Macht bewusst wurde, ließ er einige bestrafen und ihm war es erlaubt auf jeden eine Waffe zu richten. Dies entwickelte sich bald zur Routine, in ihm wuchs die Machtgier und die Grausamkeit.

1917 kam er wieder als Kaiser auf den Thron. General Zhang Xun hatte versucht die Monarchie wieder herzustellen, diese nur vom 1. Juli bis 12. Juli 1917 dauerte. Am 3. März 1919 kam der schottische Diplomat Sir Reginald Johnston als Englischlehrer in die Verbotene Stadt. Puyi hatte zuvor nie einen Ausländer gesehen.

1922 war man der Meinung Puyi solle heiraten. Er entschied sich für eine seiner Konkubinen, Wenxiu (1909-1953), doch er vermählte sich auch mit Gobulo Wanrong (1906-1946), die seine Zweitfrau wurde. Wenxiu ließ sich 1931 von ihm scheiden. Sie war unzufriedener als Wanrong.

1924 kam es zu einem Militärputsch und Puyi wurde aus der Verbotenen Stadt vertrieben. Er zog nach Tianjin. Während des Zweiten Weltkriegs bereiteten die Japaner seine Umsiedlung vor. Er war nun Kaiser von Mandschukuo. Die Japaner die in China einmarschiert waren, ließen ihn jedoch spüren das sie das Sagen haben. Puyi kollaborierte mit den Japanern und wurde Kaiser des Marionettenstaates Mandschukuo.

Als Japan besiegt wurde und die Sowjetunion in Mandschukuo einmarschierte, kam Puyi in ein Kriegsgefangenenlager, nachdem er versucht hatte nach Japan zu fliehen. 1950 wurde er entlassen und an China ausgeliefert. Hier wurde er erneut inhaftiert und 1959 aus der Haft entlassen. Puyi verstarb am 17. Oktober 1967.