True Story

Sieben Jahre in Tibet (Seven Years in Tibet) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1997.

Sieben Jahre in Tibet

Der Film beruht auf dem Buch „Sieben Jahre in Tibet“ des Autors Heinrich Harrer, dieses 1952 erschienen ist. Der österreichische Bergsteiger Heinrich Harrer (1912-2006) schreibt über seinen Aufenthalt in Tibet in den Jahren 1944 bis 1951. Bekanntheit erlangte er nicht nur durch sein Buch, sondern auch als einer der Erstbesteiger der Eiger-Nordwand.

Es ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs und dem Einmarsch der chinesischen Truppen in Tibet im Jahr 1950. Sein Begleiter war der österreichische Bergsteiger Peter Aufschnaiter (1899-1973). Im Jahr 1939 leitete Peter Aufschnaiter eine Erkundungsexpedition zum Nanga Parbat. Neben Heinrich Harrer waren auch Lutz Chicken (1915-2011) und Hans Lobenhoffer an dieser Expedition beteiligt.

Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurden die Männer am 3. September von den Briten gefangen genommen und in das indische Internierungslager Dehradun gebracht. 1944 gelang Heinrich Harrer und Hans Lobenhoffer die Flucht. Weitere Internierte konnten ebenfalls fliehen, darunter Rolf Magener (1910-2000) und Heins von Have (1906-1995), die sich bis Burma durchschlugen.

Heinrich Harrer und Peter Lobenhoffer schafften es bis nach Tibet. Den Tibetern war es untersagt, Fremden ohne Passierschein, Lebensmittel zu verkaufen. Einige der Männer trafen hier wieder zusammen. Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter flohen aus dem Grenzdorf Tradün. Beide planten die Stadt Lhasa zu erreichen, dies über eine Strecke von etwa 2.100 Kilometern zu Fuß, über 50 Pässe, keiner unter 5.000 Meter.

Sie schafften es bis an den Hof des Dalai Lama. Heinrich Harrer arbeitet als Fotograf und Übersetzer, Peter Aufschnaiter als Berater in landwirtschaftlichen Fragen für die tibetische Regierung. Er hatte 1927 ein Studium als Diplomlandwirt in München abgeschlossen. Heinrich Harrer wurde später Lehrer für Englisch, Geografie und Mathematik. Zwischen ihm und dem Dalai Lama, dem 1935 geborenen Tenzin Gyatso, entwickelte sich eine innige Freundschaft, diese bis zum Tod Heinrich Harrers andauerte.

Nachdem es zu einem Konflikt zwischen Tibet und China gekommen war, floh Heinrich Harrer 1951 nach Indien. Den Dalai Lama begleitete er bis zur Landesgrenze. 1952 kehrte Heinrich Harrer nach Europa zurück und ließ sich in Münichau, in der Nähe von Kitzbühel, nieder. Er schrieb sein Buch „Sieben Jahre in Tibet“, was zu einem Welterfolg wurde. Insgesamt schrieb er über 20 Bücher.

Peter Aufschnaiter starb am 12. Oktober 1973 in Innsbruck, Heinrich Harrer verstarb am 7. Januar 2006, im Alter von 93 Jahren, in Friesach, Kärnten.