True Story

Sauerbruch – Das war mein Leben – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1954.

Sauerbruch das war mein Leben

Gezeigt wird die Geschichte des Arztes Ferdinand Sauerbruch (1875-1951), einem der bedeutendsten und einflussreichsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts.

Ernst Ferdinand Sauerbruch wurde am 3. Juli 1875 in Barmen geboren. Der Vater arbeitet in einer Weberei und nach dessem frühen Tod wächst er bei seinem Großvater auf. Der junge Ferdinand Sauerbruch wächst zudem in Armut auf. Mit finanzieller Unterstützung kann er jedoch Medizin studieren.

1895 bestand er das Abitur, ein Jahr darauf absolviert er eine Prüfung in Mühlheim an der Ruhr. An der Universität Marburg beginnt Ferdinand Sauerbruch ein Studium der Naturwissenschaften. Danach wechselt er an die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig. Nach kurzem Studienaufenthalt in Jena wurde Ferdinand Sauerbruch 1901 schließlich Arzt. Er praktiziert in Berlin, Erfurt und Kassel.

Nach seiner Promotion ist er Volontärarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik in Breslau. Hier ist er ab 1905 als Chirurg tätig, nachdem er sein Druckdifferenzverfahren, eine Operation am offenen Brustkorb, vorstellte. Kurz darauf wird er Oberarzt an der Greifswalder Universitätsklinik. 1907 ist Ferdinand Sauerbruch Leiter der Poliklinik in Marburg und 1908 Professor.

Am 3. Januar 1908 heiratet er Adeline Schulz, die Tochter des Pharmakologen Hugo Schulz. Das Paar bekommt fünf Kinder. 1910 wird er zum Direktor der Chirurgischen Klinik des Kantonspitals Zürich ernannt. Er gründet zudem eine Privatklinik, die von seiner Frau geleitet wurde. Hier gelingt ihm die Optimierung der operativen Behandlung der Lungentuberkulose.

1914 meldet er sich freiwillig zum Kriegsdienst um hier als Chirurg tätig zu sein. 1916 veröffentlicht er den ersten Teil seiner Publikation „Die willkürlich bewegbare künstliche Hand“ und wird zwei Jahre darauf als Professor an die Münchner Universität berufen. Außerdem veröffentlicht er sein Werk „Chirurgie der Brustorgane.“

1928 geht Ferdinand Sauerbruch nach Berlin und ist hier Professor für Chirurgie an der Berliner Charité und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kamen, lehnt er dessen Werte ab, wurde dennoch 1934 von Hermann Göring zum Staatsrat ernannt. 1937 erhielt er den Nationalpreis der NSDAP. Er wird Herausgeber der Fachzeitschrift „Neue Deutsche Chirurgie“ und sein Protest richtet sich gegen das Euthanasieprogramm der NSDAP.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beteiligt er sich am Wiederaufbau des Gesundheitswesens. Bis ins hohe Alter führte Ferdinand Sauerbruch Operationen durch. 1951 veröffentlicht er seine Autobiografie „Das war mein Leben.“ Im selben Jahr, am 2. Juni 1951, verstarb Ferdinand Sauerbruch in Berlin.