True Story

Reporter des Satans (Ace in the Hole) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1951.

Reporter des Satans

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt die tragische Geschichte von Floyd Collins aus Sand Cave, Kentucky, der im Jahr 1925 in einer Höhle eingeschlossen wurde und nach wochenlangen Medienrummel sein Leben verlor.

Floyd Collins war nach einem Erdrutsch in dieser Höhle gefangen. Die Zeitung Courier-Journal wurde darauf aufmerksam und schickte den Reporter William Burke Miller (1904-1983) zu dieser Höhle um über die Ereignisse und Umstände zu berichten. Seine Berichterstattung machten die tragischen Gegebenheiten zu einem nationalen Ereignis, was ihm selbst den Pulitzer-Preis einbrachte.

William Burke Miller war es gelungen Kontakt zu dem 37-jährigen Floyd Collins aufzunehmen, dieser in der Höhle eingeklemmt war. Der Reporter war von kleiner Statur und konnte bis zu ihm vordringen. Er brachte ihm Essen und machte ihm Mut, während die Retter verzweifelt versuchten ihn aus seiner Situation zu befreien. Die Rettung erwies sich schwieriger als erwartet. Nach 15 Tagen verstarb Floyd Collins, dessen Bein noch immer eingeklemmt war.

Floyd Collins (1887-1925) war Höhlenforscher, der hauptsächlich die Höhlen im Mammoth Cave National Park, dem längsten Höhlensystem der Welt, in Kentucky untersuchte. Am 30. Januar 1925 versuchte er einen neuen Eingang zu einer dieser Höhlen, Crystal Cave, Sand Cave, zu finden. Er befand sich 17 Meter unter der Erde, in einer Schlucht, und wurde hier von einem Felsen eingeklemmt.

Die Rettungsaktion wurde zu einem Medienrummel. Rettungskräfte konnten ihn mit Wasser und Nahrung versorgen. Nach vier Tagen kam es zu einem weiteren Felssturz, der den Zugang zu Floyd Collins komplett versperrte. Nun war nur noch ein Sprachkontakt zu ihm möglich. Nach zehn weiteren Tagen verstarb Floyd Collins. Erst zwei Monate später gelangte man zu dem Leichnam. Sein Bruder grub einen Tunnel von der gegenüberliegenden Seite und konnte somit am 23. April 1925 die Überreste bergen.

Durch die Berichterstattung zog es Massen von Menschen zu dieser Höhle. Während die Rettungskräfte fieberhaft versuchten Floyd Collins zu retten, kamen Tausende von Menschen und es herrschte regelrechte Volksfeststimmung. Man baute Stände auf, um Essen, Trinken und sogar Souvenirs zu verkaufen. Dieser Rettungsversuch wurde zum drittgrößten Medienereignis zwischen den beiden Weltkriegen.

Im Jahr 1949 kam es zu einem ähnlichen Ereignis. Im April des Jahres 1949 fiel die dreijährige Kathy Fiscus in einen stillgelegten Brunnen. Während der mehrtägigen Rettungsaktion kamen auch hier Tausende, man spricht von über 10.000 Menschen, um die Rettungsversuche zu beobachten. Den Rettern war es nicht gelungen das Mädchen zu befreien. Kathryn Anne Fiscus verstarb in diesem Brunnen.