True Story

Jagd auf Dillinger – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1973.

Jagd auf Dillinger

Der Film zeigt das Leben und die kriminellen Machenschaften des berüchtigten Bankräubers John Dillinger (1903-1934), einem Gangster in der Zeit der Weltwirtschaftskrise.

Er und seine Männer, bekannt als „The Dillinger Gang“, wurden beschuldigt unter anderem 24 Banken und vier Polizeistationen ausgeraubt zu haben. John Dillinger war es gelungen zweimal aus dem Gefängnis zu fliehen. Angeklagt wurde John Dillinger zudem wegen Mordes an einem Polizeibeamten, jedoch für diese Tat nie verurteilt. Ihm war es immer wieder gelungen der Polizei zu entkommen.

Die kriminellen Banden nutzten ihre überlegene Feuerkraft und ihre schnellen Fluchtautos um einer Festnahme zu entgehen. Viele dieser Kriminellen machten Schlagzeilen, besonders John Dillinger, den man einfach nicht fassen konnte. J. Edgar Hoover wurde 1924 zum Direktor des Bureau of Investigation, dem Vorgänger des FBI, ernannt, um sich der Verbrecherbekämpfung zu widmen.

John Dillinger wurde am 22. Juni 1903 in Indianapolis, Indiana, geboren. Die Eltern waren John Wilson Dillinger (1864-1943) und Mary Ellen „Mollie“ Lancaster (1860-1907), die die beiden Kinder John und die ältere, 1891 geborene, Tochter Audrey hatten. Sein deutscher Großvater Matthias Dillinger war 1851 aus dem Saarland in die Vereinigten Staaten emigriert. Bereits als Jugendlicher hatte John Dillinger Konflikte mit dem Gesetz. Hierbei ging es um Diebstahl und rebellischem Verhalten, auch anderen Jugendlichen gegenüber, diese er gern mobbte.

Als er wegen Autodiebstahl verhaftet wurde, verschlechterte sich auch das Verhältnis zu seinem Vater. Aus der US-Navy wurde er unehrenhaft entlassen. John Dillinger kehrte nach Mooresville zurück, traf hier auf Beryl Ethel Hovious, die er 1924 heiratet. Er versuchte sesshaft zu werden, doch ohne einen Job zu finden, war ihm dies misslungen. Gemeinsam mit seinem Bekannten Ed Singleton plant er einen Raubüberfall. Beide überfallen einen Supermarkt und erbeuten 50 Dollar. Die beiden Männer wurden erkannt und verhaftet und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Ed Singleton kam 1937 bei einem Unfall ums Leben, als er angetrunken vom Bahngleis vor einen Zug stürzte. John Dillinger soll in Haft gesagt haben; „Wenn ich hier raus komme, werde ich der gemeinste Bastard sein, den du jemals gesehen hast.“ Bei einer ärztlichen Untersuchung stellte man einen Tripper fest. Während seiner Haftzeit fand er zu weiteren Kriminellen, wie dem erfahrenen Bankräuber Harry „Pete“ Pierpont, Charles Makley, Russel Clark und Homer Van Meter. Zusammen planten sie Überfälle, sobald sie entlassen werden.

Am 10. Mai 1933 wurde John Dillinger aus der Haft entlassen, nachdem sein Vater eine Petition eingereicht hatte. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise fand er keine Arbeit und widmet sich wieder dem Verbrechen. So folgten mehrere Banküberfälle. Die Polizei war ihm auf der Spur und konnte ihn erneut verhaften. Später gelingt ihm eine weitere Flucht. Im Juli 1934 hatte die Polizei keinerlei Kenntnis seines Aufenthalts. Der FBI Beamte Melvin Purvis (1903-1960) war ihm auf den Fersen.

John Dillinger war in Chicago mit falschen Namen, Jimmy Lawrence, untergetaucht. Hier wurde er dennoch erkannt und von Anna Sage (1889-1947), einer rumänischen Einwanderin, verraten. John Dillinger, Anna Sage und Polly Hamilton hatten das Biograph Theatre betreten. Da die Beamten nicht wussten wie sich John Dillinger äußerlich verändert hat, trug Anna Sage Kleidung, die sie den Beamten vorher mitgeteilt hat, um so John Dillinger zu identifizieren. Beim Verlassen des Biograph Theatre wurde John Dillinger am 22. Juli 1934 vom Agenten Charles B. Winstead erschossen.