True Story

Kennwort 777 (Call Northside 777) – amerikanisches Drama, Film-Noir aus dem Jahr 1948.

Kennwort 777

Gezeigt wird die Geschichte eines Chicagoer Reporters der beweisen konnte, dass ein Mann der wegen Mordes inhaftiert und vor 11 Jahren zu Unrecht verurteilt wurde unschuldig ist.

In Wirklichkeit waren diese zu Unrecht verurteilten Männer, der 24-jährige Joseph Majczek und der 25-jährige Theodore Marcinkiewicz. Man beschuldigte sie des Mordes an dem Polizisten William D. Lundy, dieser während eines bewaffneten Raubüberfalls erschossen wurde. Der Polizist hatte beobachtet, wie zwei bewaffnete Männer ein Lebensmittelgeschäft betreten. Während er einen der Täter stellen wollte, schoss ihn der zweite Täter sechs Mal in den Rücken. William D. Lundy war 55 Jahre alt, 29 Jahre im Dienst und hinterlässt seine Frau und 7 Kinder.

Unter Verdacht standen Joseph Majczek und Theodore Marcinkiewicz. Beide Männer wurden am 9. Dezember 1932 festgenommen und wegen Mordes ersten Grades zu 99 Jahren Haft verurteilt. Die Mutter einer dieser Männer war fest von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt. 13 Jahre nach der Verhaftung bot sie 5.000 Dollar für die Ergreifung des wahren Mörders. Der Fall erregte nationale Aufmerksamkeit. Die Hauptzeugin gab später zu unter Eid eine Falschaussage gemacht zu haben.

Der Reporter der Chicago Times, James McGuire, wurde auf die Zeitungsanzeige, in der die Mutter 5.000 Dollar bietet, aufmerksam und befasste sich mit diesem Fall, was letztlich zu einem Freispruch der verurteilten Männer führte. Die Kronzeugin war die Ladenbesitzerin Vera Walush die damals eine Falschaussage machte. Beide der verurteilten Männer hatten zur Tatzeit den Laden nicht betreten und konnten Alibis vorweisen, und dennoch wurden sie des Mordes beschuldigt und verurteilt. James McGuire fand es seltsam das beide Männer nicht auf dem elektrischen Stuhl landeten, sondern zu 99 Jahren Haft verurteilt wurden. Dies könne darauf hinweisen, das der Richter damals gewisse Bedenken bezüglich seines Urteils hatte.

Es ist zudem die Zeit der Prohibition, einer stetig steigenden Mordrate in Chicago. Die Polizei stand unter Druck. Zudem gab es fünf weitere ungelöste Mordfälle. Die Chicago Times beauftragte zudem den Anwalt Walker Butler um eine Begnadigung zu ersuchen. Er zweifelte an der Glaubwürdigkeit, so auch eine Aussage der Zeugin Bessie Baron, die behauptete, Theodore Marcinkiewicz habe ihr gesagt er wolle diesen Laden überfallen.

Es war gelungen die Unschuld von Joseph Majczek und Theodore Marcinkiewicz zu beweisen. Beide wurden vom Gouverneur begnadigt, 1945 und 1950 freigelassen und mit 24.000 Dollar bzw. 35.000 Dollar entschädigt.