True Story

Born to Be Blue – kanadisch-britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2015.

Born To Be Blue

Gezeigt wird die Geschichte des amerikanischen Jazzmusikers Chet Baker (1929-1988), seiner Leidenschaft als Trompeter aber auch seine Drogenabhängigkeit.

Chesney Henry „Chet“ Baker Jr. wurde am 23. Dezember 1929 in Yale, Oklahoma, geboren. Die gesamte Familie galt als sehr musikalisch, sein Vater Chesney Baker war Gitarrist und die Mutter Vera Baker, geborene Moser, eine talentierte Pianistin die in einer Fabrik arbeitete. Sein Großvater mütterlicherseits, Randi Moser, war norwegischer Abstammung. Der sehr talentierte Vater musste aufgrund der Weltwirtschaftskrise seinen Job als Musiker aufgeben. Um die Familie ernähren zu können, musste er einen regulären Job annehmen.

Chet Bakers Karriere begann in einem Kirchenchor. Sein Vater gab ihm eine Posaune, da sich diese jedoch als zu groß erwies, versuchte es Chet mit einer Trompete. Die Mutter hatte schon längst bemerkt das er oft Radio hört, insbesondere interessierte er sich für die Trompete. Das Trompete spielen wurde ihm quasi in die Wiege gelegt.

Er begann seine musikalische Ausbildung an der Glendale Junior High School. 1946, im Alter von 16 Jahren, verließ er die Schule um der US-Army beizutreten. Unter anderem war er in Berlin stationiert. 1948 verließ er die Armee und studierte Musiktheorie und Harmonylehre am El Camino College in Los Angeles. Er brach jedoch im zweiten Jahr ab und ging 1950 wieder zur Armee, die ihn erneut angeworben hatte. Er verbringt viel Zeit in den Jazzclubs wie Bob City oder Black Hawk. 1951 wurde Chet Baker aus der Armee entlassen, um seine Karriere als professioneller Musiker zu verfolgen.

Chet Baker wurde Trompeter in der Band von Charlie Parker. Berühmtheit erlangte er als Trompeter im Quartett von Gerry Mulligan. Das Musiklabel Fantasy Records veröffentlichte im Jahr 1952 die Single „My Funny Valentine“, diese zu einem Hit wurde. Es folgten zahlreiche Auftritte in The Haig und Tiffany-Club. 1953 gründet Chet Baker sein eigenes Quartett. Zwischen 1953 und 1956 wurden eine Reihe von populären Alben veröffentlicht.

Sein Schauspieldebüt feierte er im 1955 erschienenen Kriegsfilm Hell’s Horizon. Man bot ihm einen Vertrag, den er ablehnte. Er bevorzugte es weiterhin als Musiker arbeiten zu wollen. 1956 folgte eine achtmonatige Europatournee. Chet Baker hatte Ähnlichkeit mit James Dean, was man ebenfalls für ihn nutzte.

Nun begann aber auch seine Zeit der Drogen, eine Heroinabhängigkeit die bis zu seinem Tod andauern sollte. 1966 kam es zu einer Schlägerei, bei der er einige Zähne verlor. Bis 1967 nahm Chet Baker noch Platten auf. Die verlorenen Zähne machten ihm zunehmends Probleme, er benötigte eine Protese, für einen Trompeter eine Katastrophe. Er versuchte von den Drogen loszukommen.

Später folgte ein Comeback, zwischen 1974 und 1977 entstanden einige Aufnahmen. 1978 zog es ihn wieder nach Europa. Das Methadon setzte er ab und war nun wieder auf Heroin. 1987 kommt es zur Tournee in Japan, wo er wieder auf Methadon umstieg, da er sich vor den harten japanischen Drogengesetzen fürchtete. Chet Baker stirbt am 13. Mai 1988. Er fiel aus dem Fenster seines Zimmers im Prins Hendrik Hotel in Amsterdam. Im Drogenrausch habe er wohl das Gleichgewicht verloren, auch wenn es Spekulationen gibt, ein Dealer hätte ihn aus dem Fenster gestoßen.