True Story

Robert Koch, der Bekämpfer des Todes – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1939.

Robert Koch

Als Vorlage für den Film „Robert Koch, der Bekämpfer des Todes“, einer Auftragsproduktion der Nationalsozialisten, diente das Buch „Robert Koch, Roman eines großen Lebens“ von dem in Nordhausen geborenen Hellmuth Unger. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet. Gezeigt wird die Geschichte des deutschen Mediziner, Mikrobiologen und Hygieniker Robert Koch (1843-1910).

Robert Koch wurde am 11. Dezember 1843 in Clausthal geboren. Im Alter von vier Jahren brachte er sich selbst das Lesen und Schreiben bei. Die Eltern Hermann Koch (1814-1877) und Mathilde Koch, geborene Biewend (1818-1871), hatten insgesamt 13 Kinder, von denen zwei verstarben. Sein Vater war im Bergbau im Oberharz tätig.

Ab 1848 unterrichtete ein Privatlehrer den fünfjährigen Robert. Ein Jahr darauf besuchte er das Gymnasium in Clausthal, der heutigen Robert-Koch-Schule in Clausthal-Zellerfeld. Sein Großvater zeigte ihm den Umgang mit einem Mikroskop. Nach dem Abitur studierte er ab 1862 Philologie in Göttingen. Er entschied sich jedoch zur Medizin zu wechseln. 1866 schloss er sein Studium ab.

Im gleichen Jahr verlobt er sich mit Emmy Fraatz, die er ein Jahr darauf heiratet. Das Paar bekommt eine Tochter. In Hamburg und Hannover praktiziert Robert Koch bis 1871 als Arzt, außerdem in Potsdam und Rakwitz. Während des Deutsch-Französischen Krieges meldet er sich freiwillig und ist im Lazarett tätig. Von 1872 bis 1880 arbeitet Robert Koch als Kreisarzt in Wollstein.

Seine Karriere begann als gewöhnlicher Hausarzt in der Provinz und endete als Nobelpreisträger und gefeierter Mediziner. Bei der gefürchteten Tierseuche Milzbrand kann er erstmals spezifische Krankheitserreger nachweisen. Diese Seuche konnte auch den Menschen befallen. Es folgten mikroskopische Studien, er perfektionierte die Mikroskopie, um allgemeine Untersuchungen zu verbessern.

Im Jahr 1880 geht er nach Berlin und ist Beamter am Kaiserlichen Gesundheitsamt. 1881 erscheint seine Publikation über die verbesserte Züchtungsmethode von Bakterienkulturen. Ein Jahr später gelingt ihm der Nachweis des Tuberkulose-Bakteriums. Bislang starb jeder zweite Patient an Tuberkulose. Seine Entdeckung bietet völlig neue Möglichkeiten einer Therapie.

Robert Koch wird zum Regierungsrat ernannt. Im Auftrag der britischen Regierung leitet er eine Expedition nach Indien, mit dem Forschungsschwerpunkt der Choleraepidemie. Ihm gelingt der Nachweis dieses Erregers. Gleichzeitig widmet er sich der Bekämpfung.

1885 wird er als Professor an die Berliner Universität berufen. Später stellt er das Tuberkulin vor, von dem er sich eine Heilung der Tuberkulose verspricht. Ein Institut wird eröffnet, das heutige Robert-Koch-Institut. 1893 trennen sich er und seine Frau. Er heiratet erneut, die 17-jährige Hedwig Freiberg. Es folgen weitere Forschungsreisen, er beschäftigt sich mit der Pest und Malaria. 1905 erhielt Robert Koch den Nobelpreis. Er verstarb am 27. Mai 1910 in Baden-Baden.