True Story

Hilde – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2009.

Hilde

Der Film basiert auf dem Leben von Hildegard Knef (1925-2002), ihrer Autobiografie „Der geschenkte Gaul.“ Hildegard Knef war eine deutsche Schauspielerin und Sängerin, geboren am 28. Dezember 1925 in Ulm, als Hildegard Frieda Albertine Knef.

Als ihr Vater Hans Theodor Knef an Syphilis verstarb, zog sie mit ihrer Mutter Frieda Auguste nach Berlin. Die Mutter heiratete 1933 erneut, den Schuhmachermeister und Lederfabrikanten Wilhelm Wulfestieg. 1936 wurde ihr Halbbruder Heinz Wulfestieg geboren. Er verstarb im Alter von 41 Jahren.

Hildegard Knef besuchte in Berlin-Schöneberg eine Mittelschule. Mit 15 Jahren begann sie eine Ausbildung als Zeichnerin in der Trickfilmabteilung des Filmunternehmens UFA. Der Schauspieler und Regisseur, und damaliger Filmchef der UFA, Wolfgang Liebeneiner (1905-1987), wurde auf sie aufmerksam und verschaffte ihr eine Ausbildung zur Schauspielerin. Ausgebildet wurde sie von Else Bongers (1898-1981), der neuen Chefin der UFA und Leiterin des UFA-Nachwuchstudios, zudem von Karl Meichsner. Else Bongers wurde ihre lebenslange Beraterin und Mentorin.

1944 kommt es zu einer Affäre mit Ewald von Demandowsky, dem Produktionschef der Tobis Tonbild-Syndikat AG. Es folgten ihre ersten Film- und Theaterrollen. Erstmals trat sie in dem Film „Unter der Brücke“ auf, dieser 1944 entstand. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit ihrer Rolle im ersten Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns.“ 1947 heiratet sie Kurt Hirsch, der in Hollywood als Agent für Schauspieler tätig war. Während sie am Theater spielte, synchronisierte sie nebenbei sowjetische Filme für die DEFA.

Für ihre Rolle im 1947 entstandenen Film „Film ohne Titel“ erhielt sie den Preis als beste weibliche Darstellerin. Hildegard Knef wurde zum ersten großen deutschen Nachkriegsstar. Daraufhin machte Hollywood ihr ein Angebot, sie möge in die USA kommen. Sie wird zwar gut bezahlt, erhält jedoch keinerlei Rollen. 1950 wurde sie amerikanische Staatsbürgerin. Noch im selben Jahr kehrt sie nach Deutschland zurück.

Diesmal erhält sie eine Rolle im Film „Die Sünderin“, dieser ihr zu ihrem Durchbruch verhalf. 1951 wurde ihre erste Schallplatte „Ein Herz ist zu verschenken“ veröffentlicht. Zurück in Hollywood debütierte sie am Broadway. 1953 trennt sie sich von Kurt Hirsch. Im Jahr 1957, wieder in Deutschland, floppte ihre Filmkarriere, woraufhin sie in England und Frankreich drehte. 1962 heiratet sie den britischen Schauspieler David Cameron. 1976 kommt es auch hier zur Trennung. Ein Jahr darauf wird Paul Rudolf Freiherr von Schell zu Bauschlott ihr neuer Ehemann. Mit ihm ist sie bis zu ihrem Tod liiert.

Bereits 1970 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Der geschenkte Gaul.“ Kurze Zeit darauf erschienen mehrere Musikalben, die sich ab 1977 nur noch schleppend verkauften. 1982 zieht sie mit ihrem Ehemann und der Tochter nach Los Angeles. 1987 feierte sie ihr Comeback am Berliner Theater des Westens in einem Musical Cabaret. Sie war an Krebs erkrankt und es kam zu einer regelrechten Schlacht der Presse. 1989 zieht sie wieder nach Deutschland. Es folgten zahlreiche Ehrungen für ihr Lebenswerk. Im Jahr 2001 wurde sie wieder deutsche Staatsbürgerin. Hildegard Knef verstarb am 1. Februar 2002 im Alter von 76 Jahren an einer Lungenentzündung.