True Story

Cotton Club – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1984.

The Cotton Club

The Cotton Club verschlägt uns in die Zeit der Prohibition in den Vereinigten Staaten und direkt in den Cotton Club, einem damaligen Nachtclub in New York City, in dem bekannte Jazzmusiker und Entertainer auftraten.

Der Nachtclub wurde mehrfach geschlossen, da man sich nicht an die Prohibitionsgesetze hielt. Die Alkoholprohibition, das Alkoholverbot, galt von 1919 bis 1933. Der Cotton Club entwickelte sich rasch zu einem Treffpunkt der New Yorker High Society. Der Club wurde 1920 vom Boxer Jack Johnson (1878-1946) gegründet und 1923 von dem Alkoholschmuggler und Gangster Owney „The Killer“ Madden (1891-1965) übernommen. Zudem zählte Owney Madden zu den führenden Boxpromotern.

Er hatte auch Kontakt zu dem Mobster und Bandenchef Dutch Schultz (1901-1935), dieser einen Alkoholschmugglerring führte. Owney Madden erkannte den Vorteil von Partnerschaften und einer Kooperation. Er stieg jedoch 1931 aus dem Alkoholgeschäft aus und widmete sich seiner Arbeit als Boxpromoter.

Es herrschte ein blutiger Konflikt zwischen den Gangstern, an dem auch Lucky Luciano (1897-1962) und Vincent „Mad Dog“ Coll (1908-1932) beteiligt waren. Vincent Coll war ein Auftragsmörder und er hatte eine Auseinandersetzung mit Owney Madden und Dutch Schultz. Außerdem waren der Buchhalter Otto Berman (1889-1935) und der afroamerikanische Mobster Ellsworth Raymond „Bumpy“ Johnson (1905-1968) feste Größen im Gangstermilieu.

Dutch Schultz, geboren am 6. August 1902 als Arthur Simon Flegenheimer, war ein Mobster und Bandenchef eines Alkoholschmugglerrings während der 1920er und 1930er Jahre. Er gehörte zur Verbrecherorganisation Kosher Nostra. Dies waren Mitglieder der Mafia jüdischer Abstammung. Sein Geld verdiente er durch die organisierte Kriminalität, dem Schmuggeln von Alkohol und dem illegalen Glücksspiel.

Der Staatsanwalt Thomas Edmund Dewey kämpfte gegen die organisierte Kriminalität. Ihm wäre es fast gelungen Dutch Schultz zu fassen, doch Dutch Schultz wurde am 24. Oktober 1935 von Charles Workman ermordet. Sein eigener Plan wurde ihm zum Verhängnis. Er versuchte in den höchsten Kreisen der Mafia die Befugnis zu erhalten den Staatsanwalt Thomas Dewey zu ermorden. Man lehnte dies ab, Dutch Schultz jedoch hielt an seinem Plan fest, woraufhin man ihn aus dem Weg räumen ließ und ihn tötete.

Otto „Abbadabba“ Berman alias Otto Biedermann wurde am 10. August 1891 geboren. Bereits mit 15 Jahren kam er mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde später der Buchhalter für die Geschäfte von Dutch Schultz. Otto Berman wurde am 23. Oktober 1935 ermordet. Während einer Versammlung stürmten schwer bewaffnete Männer das Lokal und eröffneten das Feuer. Vermutlich wurde dies von Lucky Luciano angeordnet, der seine Auftragskiller Charles Worman und Emanuel Weiss, diese zu den Brownsville Boys gehörten, zu diesem Lokal geschickt hatte.

Charles „Lucky“ Luciano, geboren am 24. November 1897 als Salvatore Lucania, war ebenfalls ein Gangsterboss. Der Bezirksstaatsanwalt Thomas E. Dewey konnte ihn 1936 wegen Zwangsprostitution anklagen. Er erhielt eine 30-jährige Gefängnisstrafe, wovon er 10 Jahre in Haft verbüßte. Seinem Anwalt Moses Polakoff war es gelungen eine Freilassung zu erreichen. Lucky Luciano starb am 26. Januar 1962 in Neapel.