True Story

Speer und Er – deutsches Doku-Drama, Biografie aus dem Jahr 2005.

Speer und er

Das dreiteilige Doku-Drama mit den Teilen „Germania – Der Wahn“, „Nürnberg – Der Prozess“, „Spandau – Die Strafe“ und der Dokumentation „Nachspiel – Die Täuschung“ zeigen die Geschichte von Albert Speer und seiner Beziehung zu Adolf Hitler.

Adolf Speer (1905-1981) war Architekt, Rüstungsorganisator und ab 1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Ein Kriegsverbrecher, der im Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde.

Berthold Konrad Hermann Albert Speer wurde am 19. März 1905 in Mannheim geboren. Der Großvater und sein Vater Albert Friedrich Speer (1863-1947) waren Architekten. Sein Vater drängte ihn dazu, ebenfalls Architektur zu studieren. Er besuchte die Universität Karlsruhe und die Technische Hochschule München. 1925 wechselte Albert Speer an die Technische Hochschule Berlin. Nach seinem Abschluss ist er für den Architekten Heinrich Tessenow (1876-1950) als Assistent tätig. 1928 heiratet er Margarete Weber. Das Paar bekommt sechs Kinder.

Im Jahr 1930 fand Albert Speer Interesse am Nationalsozialismus. Im selben Jahr erhielt er seinen ersten Bauauftrag, ohne Honorar, eine Villa in Berlin-Grunewald in ein Parteibüro umzubauen. 1931 wurde Albert Speer Mitglied der NSDAP und Mitglied der SA, wechselte jedoch kurze Zeit später zur SS. Joseph Goebbels erteilte ihm den Bauauftrag, das erworbene Gauhaus für Parteizwecke umzubauen. Adolf Hitler war von seiner Arbeit als Architekt begeistert.

Er entwarf monumentale Bauten für die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg. Ebenso einen Entwurf für die neue Reichskanzlei, wo die Arbeiten im Jahr 1937 begannen. Adolf Hitler ernannte ihn zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt. Somit wurde Albert Speer mit dem Umbau Berlins beauftragt. Er selbst machte den Vorschlag, die Juden aus ihren Wohnungen zu vertreiben. Seine Listen zur Räumung der Berliner Wohnungen von Juden, bildeten später die Basis für die 1941 durchgeführten Deportationen nach Riga. Bis zu 75.000 jüdische Personen wurden somit vertrieben.

Seine Behörde war zudem für den Bau der Zwangsarbeitslager, in und um Berlin die man auf etwa 3.000 schätzt, verantwortlich. Unter dem Reichsführer SS, Heinrich Himmler, entstand das Unternehmen der SS, Deutsche Erd- und Steinwerke, das durch Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen Baumaterial herstellte. Adolf Hitler sah Berlin nur als gewöhnliche Großstadt, jedoch nicht als Weltstadt – und er wollte andere Städte wie Paris übertrumpfen. So gab es Städtebauliche Entwürfe für das Dritte Reich.

Albert Speer wurde von Adolf Hitler zum Rüstungsminister ernannt, nachdem Fritz Todt (1891-1942) bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Seiner Rolle als Architekt, dem Generalbauinspektor solle er jedoch ebenfalls treu bleiben. Albert Speer wurde nach Kriegsende verhaftet und im Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der Todesstrafe war er nur knapp entkommen. Nach seiner Entlassung lebte er in Berlin-Spandau und führte ein sorgenfreies Leben. Er starb am 1. September 1981 in London, nach einem Interview mit der BBC, an den Folgen eines Schlaganfalls.