True Story

Jacques – Entdecker der Ozeane (L’odyssée) – französisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Jacques

 

Jacques – Entdecker der Ozeane ist ein biografischer Abenteuerfilm über den französischen Meeresforscher, Wissenschaftler, Filmemacher und Naturschützer Jacques-Yves Cousteau (1910-1997).

Er gilt als Pionier der Meeresforschung, dem Schutz der Meere und der Erhaltung der Ökosysteme in Ozeanen und Meeren. Zudem war der französische Marineoffizier Autor, Fotograf und Abenteurer, der hoffte immer wieder neue Entdeckungen zu machen. Seine Entdeckungen und die Erforschung der Unterwasserwelt beschreibt er in einer Vielzahl seiner Bücher. Sein wohl bekanntestes Werk „The Silent World: A Story of Undersea Discovery and Adventure“ erschien 1953, welches in englischer Sprache verfasst wurde. Co-Autor des Buches ist Frédéric Dumas (1913-1991), dieser neben Philippe Tailliez (1905-2002) zu seinem Team gehörte.

Jacques-Yves Cousteau wurde am 11. Juni 1910 in Saint-André-de-Cubzac, Frankreich, geboren. 1930 besucht er die Marineschule École Navale und wurde Marineoffizier. 1933 tritt er in die französische Kriegsmarine ein, die er 1956 als Rang eines Korvettenkapitäns verließ. 1936 führt Jacques Cousteau seine ersten Unterwasser-Experimente durch. Sein Freund Philippe Tailliez hatte ihm eine Taucherbrille des Erfinders Maurice Fernez (1885-1952) geliehen. Jacques Cousteau war ein 27-jähriger Marineoffizier der die damals 18-jährige Simone Melchior bei einer Cocktailparty kennenlernt. Am 12. Juli 1937 heiratet das Paar und sie bekommen die beiden Söhne Jean-Michel und Philippe. Seine Frau war stets an seiner Seite, zumindest bei den größeren Vorhaben seiner Erkundungen.  

Sein Interesse galt dem Fliegen und dem Meer. Er wollte Pilot werden, doch ein Autounfall macht dies unmöglich. Aus seiner anfänglichen Tauchbegeisterung entwickelte sich seine bedingungslose Liebe zum Meer. Seine Söhne nahmen an den Expeditionen der Calypso teil. Die Calypso war ein ehemaliges britisches Minensuchboot, das er 1950 gekauft und zu einem Forschungsschiff umgebaut hatte.

Nach seinem ersten Tauchgang sagte er; „Ich war in einem Dschungel, der noch nie von all denen erblickt worden ist, die sich auf der undurchsichtigen Erdoberfläche bewegen.“ 1947 schafft er den Weltrekord im Freitauchen, dies bei einer Tiefe von 91,5 Meter. Seine Ausrüstung konstruierte und baute er stets selbst, so auch ein wasserdichtes Gehäuse für seine Filmkamera. 1942 entstand sein erster Unterwasserfilm. Nach seinen Entwürfen wurde 1946 das erste Presslufttauchgerät, die „Aqualunge“ konstruiert.

So entstanden eine Vielzahl von Büchern und er drehte über 100 Filme. Im Jahr 1973 gründet Jacques Cousteau die Cousteau-Gesellschaft zur Erforschung und zum Schutz der Meere. 1979 kam sein Sohn Philippe bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. 1980 plante er erneut und ließ sein zweites Forschungsschiff Alcyone bauen, das 1985 auf Jungfernfahrt ging. Das Schiff ist noch heute für die Cousteau Society unterwegs.

Man wählte ihn zum Präsidenten der französischen Ozeanographischen Gesellschaft. Zudem leitete er das Ozeanographische Museum in Monaco. Er sah wie die Fische sterben und machte den Menschen dafür verantwortlich. Auch als Umweltschützer wurde er bekannt. Er mied stets das Rampenlicht, dennoch kürten ihn die Franzosen mehrfach zum beliebtesten Landsmann. Sein Kampf richtete sich gegen die Verschmutzung und Ausbeutung der Ozeane. Seine entdeckte Unterwasserwelt gibt es heute so nicht mehr. 1990 starb seine Frau Simone an Krebs. Ein Jahr darauf heiratet er Francine Triplet. Jacques-Yves Cousteau verstarb am 25. Juni 1997 in Paris.

 

Dokumentarfilm von Jean-Michel Cousteau, dem Sohn des berühmten Meeresbiologen Jacques Cousteau.