True Story

Maudie – kanadisch-irisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

Maudie

Der Film beruht auf dem Leben der kanadischen Malerin Maud Lewis (1903-1970). Bekanntheit erlangte sie in den Jahren 1964 und 1965. Über sie und ihr Leben entstanden zahlreiche Bücher, Theaterstücke und Filme. Sie ist eine der bekanntesten Künstlerinnen Kanadas.

Maud Kathleen Lewis wurde am 7. März 1903 in South Ohio in der Provinz Nova Scotia geboren. Ihre Eltern waren John und Agnes Dowley. Sie litt an einer rheumatischen Arthritis, einer Behinderung an Armen und Beinen. Zur Kunst fand sie durch ihre Mutter. Maud Lewis malte Weihnachtskarten und verkaufte diese.

Als junge Frau lernt sie Emery Allen kennen, für sie ist es die große Liebe. 1928 wurde ihre uneheliche Tochter Catherine Dowley geboren. Bald darauf verlässt Emery Allen Mutter und Tochter. Maud Dowley lebte weiterhin bei ihren Eltern. Ein Gericht ordnete an, dass ihre Tochter in eine Pflegefamilie kommen soll, da sie nicht in der Lage war, ausreichend für ihre Tochter zu sorgen. Catherine heiratet später Paul Muise und gründet ihre eigene Familie. Sie hatte versucht Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen, doch dies blieb erfolglos.

Nachdem 1935 ihr Vater und 1937 ihre Mutter starben, erbte ihr Bruder das Haus der Familie. Sie lebte kurze Zeit bei ihrem Bruder und zog bald darauf zu ihrer Tante nach Digby, Nova Scotia. Maud Dowley ist 34 Jahre alt, als sie am 16. Januar 1938 Everett Lewis heiratet. Er arbeitete als Fischhändler und Wachmann. Das Paar wohnte in einem sehr kleinem Haus in Marshalltown. Sie galten als mittellos.

Maud Lewis begann zu malen. Das Haus wurde ihr Atelier, auch wenn es hier nur ein Zimmer zum arbeiten gab. Ihr Ehemann ging seiner Arbeit nach und kümmerte sich um den Haushalt. Er ermutigte sie zu malen. Sie malte Weihnachtskarten, die sich großer Beliebtheit erfreuten und sich für 25 Cent verkaufen ließen. Nun widmet sie sich größeren Dingen und bemalte sämtliche Holzbretter. Selbst ihr kleines Haus wurde nun bemalt, die Wände, Türen, selbst der Ofen und der Brotkasten wurden verschönert.

Ihre Bilder waren nicht sehr groß, aufgrund ihrer Behinderung konnte sie ihre Arme nicht so weit strecken. Ab 1945 bis 1950 begannen die Menschen an ihrem kleinen Haus Halt zu machen und sie kauften ihre Bilder. Maud Lewis verdiente pro Bild zwei bis drei Dollar, später verkauften sich ihre Werke sogar für zehn Dollar. Nach einem Artikel im Jahr 1964, in der kanadischen Zeitschrift Star Weekly, erlangte Maud Lewis nationale Aufmerksamkeit. Ein Jahr darauf folgte eine Dokumentation im Fernsehen.

Zwei ihrer Bilder wurden während der Präsidentschaft von Richard Nixon für das weiße Haus bestellt. Durch ihre Behinderung war sie zu sehr eingeschränkt und konnte nicht alle der vielen Aufträge erfüllen. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich und sie malte so oft sie konnte. Maud Lewis verstarb am 30. Juli 1970, im Alter von 67 Jahren, an einer Lungenentzündung. Ihr Ehemann Everett Lewis wurde 1979, während eines versuchten Raubüberfalls, in seinem Haus von dem Einbrecher getötet. Die Bilder von Maud Lewis erzielten später einen hohen Wert, ihre Werke verkauften sich für 16.000 bis 45.000 Dollar.