True Story

Die Hexen von Salem (Les sorcières de Salem) – französisch-deutsches (DDR) Historiendrama aus dem Jahr 1957.

Die Hexen von Salem

Die Hexen von Salem oder auch Hexenjagd beruht auf dem Theaterstück Hexenjagd, aus dem Jahr 1953, von Arthur Miller und thematisiert die Hexenprozesse von Salem im Jahr 1692.

Die Hexenprozesse von Salem im Jahr 1692 bildeten den Beginn einer Reihe von Verhaftungen, Anklagen und Hinrichtungen wegen Hexerei in Neuengland, im Nordosten der USA, in Massachusetts. Die Prozesse begannen im Februar 1692 und endeten im Mai 1693. Dies führte zu Hinrichtungen von 20 Menschen, die meisten von ihnen waren Frauen.

Im 17. Jahrhundert im kolonialen Nordamerika war das Übernatürliche Teil des Alltags. Viele Menschen glaubten an den Teufel, das Satan präsent sei und sein Unwesen auf der Erde trieb. Entstanden war dieser Glaube im 15. Jahrhundert in Europa, was sich während der späteren Besiedlung Nordamerikas verbreitete. Die Siedler aus dem alten Europa nahmen dies mit in ihre neue Welt. Von England aus emigrierten im 17. Jahrhundert viele Menschen in die britischen Kolonien nach Neuengland.

Diese Menschen waren Puritaner und der Puritanismus wurde in den Kolonien zur Religion. Sie sahen den Menschen von der Natur aus völlig verworfen an, glaubten, dass nur die von Gott Erwählten gerettet werden. Man sah den Teufel hinter allen weltlichen Aktivitäten. Man predigte; der Teufel bedrohe die Gemeinschaft.
Somit hatte im Jahre 1692 Europas Hexenwahn auch die Neue Welt jenseits des Atlantiks erreicht und kostete Dutzende unschuldiger Menschen das Leben. Eine regelrechte Massenhysterie hatte sich verbreitet.

Im Jahr 1692 bekam die 11-jährige Abigail Williams (1680 – vermutlich 1697), Nichte des Pastors Samuel Paris (1653-1720), hysterische Anfälle. Sie verhielt sich seltsam, kroch auf dem Boden und stammelte seltsame Worte. Wenn jemand den Raum betrat versteckte sie sich. Mittlerweile verhielt sich ihre 9-jährige Cousine Betty Paris (1682-1760) ebenso seltsam.
Kurz darauf bemerkte man bei einer Freundin, der 12-jährigen Ann Putnam, die selben Anfälligkeiten. Binnen weniger Wochen waren es acht Mädchen die völlig verrückt schienen. Unter ihnen auch Mary Warren, Dienstmädchen von Elizabeth und John Proctor, die besessen und verhext sei.

Betty Paris griff den Verdacht auf Hexerei auf und meinte, dass die Stadt von Satan benutzt worden sei. Ein Heer von Teufeln stehe bereit in die Siedlung einzudringen.
Der Arzt William Griggs hatte die Mädchen untersucht und diagnostizierte Besessenheit. Die Mädchen würden von der unsichtbaren Hand des Teufels verrenkt. Um den Angriff Satans abzuwenden, sollten die Hexen identifiziert und benannt werden.
Betty und Abigail wurden bedrängt, Namen von Personen zu nennen, die die Mädchen verhext hatten. Sie beschuldigten zunächst Sarah Good, eine stadtbekannte Bettlerin der man oft Selbstgespräche nachgesagt hatte und Sarah Osborne, die die Kinder ihres ersten Mannes um ihr Erbe gebracht haben soll, indem sie es ihrem Mann geschenkt hatte.

Eine weitere Beschuldigte war Tituba, afrikanische Sklavin von Samuel Paris, die von Hexenversammlungen berichtete und behauptete einige Namen im Buche Satans gesehen zu haben. Die drei Frauen wurden wegen Hexerei verhaftet und schuldig gesprochen, wobei nur Tituba die Hexerei gestand. Sarah Good wurde gehängt und Sarah Osborne starb im Gefängnis, wie auch ihr Neugeborenes. Tituba wurde nach einem Jahr Haft entlassen, nachdem ein Unbekannter eine Art Kaution hinterlegt hatte.

Im Verlauf der Hexenverfolgung wurden 150 Menschen angeklagt und viele von ihnen zu Falschaussagen gedrängt. Durch die falschen Anschuldigungen kam es zu 20 Hinrichtungen, 19 wurden gehängt, unter anderem Rebecca Nurse und John Proctor. Der 80-jährige Giles Corey, der seine Aussage verweigert hatte, wurde mit Steinen zerquetscht.