True Story

Bernadette von Lourdes – italienisch-französisch-luxemburgisches Drama aus dem Jahr 2000.

Bernadette von Lourdess

Das Drama Bernadette von Lourdes beruht auf der Geschichte der französischen Ordensschwester Bernadette Soubirous (1844-1879).

Marie Bernadette Soubirous hatte als 14-jähriges Mädchen mehrere Marienerscheinungen. Vom 11. Februar 1858 soll ihr an der Grotte von Massabielle mehrfach die Mutter Gottes, Maria die Mutter Jesu, erschienen sein. Die Erscheinungen endeten am 16. Juli 1858. Die Grotte diente zu jener Zeit als Ort wo Schweine gehütet wurden. Insgesamt 18 dieser Marienerscheinungen soll sie gehabt haben. Während einer dieser Erscheinungen grub sie mit ihren Händen im Erdreich und legte eine Quelle frei. Dieses Wasser gilt noch bis heute als heilkräftig.

Die Stadt Lourdes wurde zu einem der bedeutendsten europäischen Wallfahrtsorte. Bernadette Soubirous wird in der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt. Pro Jahr pilgern bis zu sechs Millionen Besucher nach Lourdes. Fest in ihrem Glauben baden die Menschen in diesem Quellwasser.

Bernadette Soubirous wurde am 7. Januar 1844 geboren. Sie war die älteste Tochter von Francois Soubirous (1807-1871) und Louise Casterot (1825-1866). Zur Familie gehörten die Schwester Marie Antoinette und die drei Brüder Jean-Marie, Justin und Bernard-Pierre. Justin starb im Alter von 10 Jahren, sowie vier weitere Kinder. Der Vater arbeitete als Müller und die Familie lebte in ärmlichen Verhältnissen. Die Mühle mussten sie aufgeben und in ein leerstehendes Haus umziehen. Als sie 11 Jahre alt war, glaubten ihre Eltern sie sei an Cholera erkrankt. In Lourdes gab es bereits mehrere Todesfälle. Bernadette war schon immer ein kränkelndes Kind. Sie litt an Asthma für den Rest ihres Lebens.

Am 11. Februar 1858 ging Bernadette im Alter von 14 Jahren zu dieser Grotte um dort Holz zu sammeln. Hier soll ihr eine weißgekleidete Frau erschienen sein. Von diesen Erscheinungen berichtete sie dem Pfarrer der Gemeinde. Dieser hielt das Mädchen für verrückt. Sie solle bei ihrer nächsten Erscheinung diese Frau nach dem Namen fragen. Die Frau habe auch geantwortet, mit den Worten; „Ich bin die unbefleckte Empfängnis.“ Wieder berichtete sie dem Pfarrer, der schockiert und erschüttert reagierte.

Papst Pius IX. hatte erst vier Jahre zuvor das Dogma von der unbefleckten Empfängnis Mariens verkündet. Bernadette hätte dies nicht wissen können, aufgrund ihrer mangelnden Bildung und sie war noch nicht bei ihrer Erstkommunion. Der Pfarrer glaubte dem Mädchen und verteidigte ihre Aussagen. Eine kirchliche Kommission untersuchte diese Vorfälle und kam zu dem Schluss, die Erscheinungen trügen „alle Kennzeichen der Wahrheit.“

1862 wurde die Grotte als Wallfahrtsort von der Kirche bestätigt. Fälle von Heilungen gelten jedoch als Wunder. So soll es mehrere Geheilte geben und insgesamt 67 Fälle sollen bestätigt worden sein. 1866 trat sie in das Kloster Saint-Gildart ein. Bernadette kehrte nie wieder zu dieser Grotte zurück. Sie starb am 16. April 1879 im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose.