True Story

Winchester – Das Haus der Verdammten – australisch-amerikanischer Horrorthriller, Biografie aus dem Jahr 2018.

Winchester

Der Film basiert auf der Geschichte von Sarah Winchester und ihrem Winchester Mystery House. Dieses Haus steht in San Jose, Kalifornien und ist das ehemalige Wohnhaus von Sarah Winchester, der Witwe des Gewehrfabrikanten William Wirt Winchester (1837-1881). Sie war die Erbin seines Nachlasses und ihr gehörten somit auch 50 Prozent der Winchester Repeating Arms Company.

Sarah Lockwood Winchester (1837-1922), geboren als Sarah Lockwood Pardee, Tochter von Leonard und Sarah Pardee Burns in New Haven, Connecticut. Sie genoss alle Vorteile einer kultivierten Erziehung, einschließlich einer Ausbildung an einer der besten Privatschulen. Sie sprach vier Sprachen und spielte Klavier. 1862 heiratete sie William Wirt Winchester, Sohn vom Vizegouverneur von Connecticut. Das Paar war glücklich bis zum Jahr 1866, als ihre kleine Tochter Annie an einer Kinderkrankheit starb. Sarah Winchester fiel in eine schwere Depression, aus der sie sich nie vollständig erholt hatte.

15 Jahre später, im Jahr 1881, stirbt ihr Mann an Tuberkulose. Es wird gesagt, sie habe sich Hilfe von einem Spiritisten geholt. Einige Zeit später verlässt sie Connecticut und zieht nach Kalifornien. Sie entdeckte den perfekten Ort ihrer neuen Heimat. 1884 kauft sie ein unfertiges Bauernhaus, nur drei Meilen westlich von San Jose. Die nächsten 38 Jahre wird im und am Haus gebaut, somit entsteht das Winchester Mystery House.

Das Gebäude hat 160 Räume unterschiedlicher Größe, darunter allein 40 Schlafzimmer, auf 4 Etagen, wobei es vor dem San Francisco Erdbeben von 1906, ganze 7 Etagen waren. Außerdem 47 Kamine, 17 Schornsteine, mehrere Geheimgänge und über 1000 Fenster. Im Haus gibt es Türen, hinter denen sich eine Wand befindet, eine Treppe die sieben Stufen hinab und dann wieder elf Stufen hinauf führt, eine Treppe die in der Decke endet und eine Tür, die in einen Abgrund führt. Bis zu ihrem Tod 1922 wurde an dem Haus gebaut, dies alles ohne einheitlichen Bauplan. Finanziell gesehen war es für Sarah Winchester kein Problem, ihr Einkommen belief sich auf etwa 1000 Dollar pro Tag, dies wären in heutiger Zeit ca. 23.000 Dollar pro Tag.

Angeblich glaubte sie ihre Familie sei verflucht und würde von Geistern heimgesucht, Geister von Indianern, Soldaten aus dem Bürgerkrieg und all die anderen, die mit einem Gewehr der Marke Winchester getötet wurden. Auslöser für diese Geistergeschichten sollen der frühe Tod ihrer Tochter und ihres Mannes gewesen und sie glaubte, sie könne das nächste Opfer sein. Um die Geister zu beschwichtigen, baute sie dieses große Haus – solange gebaut wurde, bestehe keine Gefahr. Im Haus gibt ein riesiges Labyrinth und sie übernachtete täglich in anderen Zimmern, um von den Geistern nicht gefunden zu werden.

Sie zog nach Kalifornien und ging ihrem nie endenden Hobby nach, dieses Haus zu bauen und um sich somit von all ihrem Kummer abzulenken.
So wurden Zimmerleute beauftragt, die in Schichten rund um die Uhr arbeiteten. Ihr Weingut wuchs auf 161 Hektar, sie besaß Ackerland, Obstplantagen mit Aprikosen, Pflaumen und Walnussbäumen. Dies diente gleichzeitig um ihr Einkommen aufzubessern. Sie besaß Häuser in Atherton, Los Altos und Palo Alto.

Die Kombination ihres Reichtums und ihres exzentrischen Bauvorhabens führten zu vielen Gerüchten. Sie galt als sehr großzügig gegenüber ihren Mitarbeitern, sie spendete Geld an Waisenhäuser und soziale Einrichtungen und sie lud Kinder aus der Nachbarschaft ein.

Am 5. September 1922 verstarb Sarah Winchester an Herzversagen. Eine erhebliche Summe ihres Vermögens hinterließ sie einem Krankenhaus, einige ihrer Mitarbeiter erhielten Bargeld. Es gibt Hunderte von wilden Geschichten dieser geheimnisvollen Frau und ihrer Villa. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, warum sie dieses überdimensionale Haus baute.