True Story

Friedrich Schiller – Der Triumph eines Genies – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1940.

Friedrich Schiller

Gezeigt werden die Jugendjahre und die künstlerischen Anfänge des bekannten deutschen Dichters Friedrich Schiller (1759-1805), einem der bedeutendsten Dramatiker und Lyriker. Als Vorlage für diesen Film diente der Roman „Leidenschaft“ des Autors Norbert Jacques (1880-1954).

Johann Christoph Friedrich Schiller war Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Geboren wurde er am 10. November 1759 in Marbach am Neckar. Er war das zweite Kind von Johann Caspar Schiller (1723-1796), einem Offizier, Wundarzt und Hofgärtner des Herzogs von Würtemberg und Elisabetha Dorothea Schiller, geborene Kodweiß (1732-1802), Tochter eines Bäckers und Gastwirts.

Zu seiner zwei Jahre älteren Schwester Elisabetha Christophine Friederike (1757-1847) hatte er eine sehr enge geschwisterliche Bindung. Vier weitere Schwestern kamen in den Jahren 1766 bis 1777 hinzu. Zwei der Mädchen starben im Kindesalter, es überlebten nur Luise Dorothea Katharina und Karoline Christiane. Im Jahre 1764 zog die Familie nach Lorch und 1766 nach Ludwigsburg, 1775 schließlich nach Stuttgart. Sein Vater übernahm hier die Leitung der herzoglichen Gärten.

In Stuttgart besucht Friedrich Schiller die Karlsschule, dies auf herzoglichen Befehl und gegen den Willen der Eltern. Zunächst begann Schiller ein Rechtsstudium. Er wurde militärisch gedrillt und auch mehrfach bestraft. Zusammen mit seinen Kameraden schnupfte er heimlich Tabak und sie lasen verbotene Schriften. Er wandte sich vom Rechtsstudium ab und widmet sich der Medizin. Ihn faszinierte außerdem die deutsche Literatur, die Sturm und Drang-Zeit.

Friedrich Schiller verfasst sein Theaterstück „Der Student von Nassau“, 1776 erschien sein erstes gedrucktes Gedicht „Der Abend“. 1781 erschien sein Drama „Die Räuber“, dieses ein Jahr darauf in Mannheim uraufgeführt wurde. Dies sorgte für nationales Aufsehen und machte ihn schlagartig berühmt. Das Drama „Kabale und Liebe“ wurde 1784 in Frankfurt am Main uraufgeführt. 1804 kam es zur Vollendung von „Wilhelm Tell“.

Sein Wunsch war es Militärarzt zu werden und trat als Truppenarzt der Herzoglich Württembergischen Armee bei. Hier wurde er wegen unerlaubten Entfernen gemaßregelt. Er musste fliehen, verließ Württemberg und ging nach Thüringen, wo er Schutz fand.           

Im Jahr 1787 kam Schiller völlig mittellos nach Rudolstadt. Im selben Jahr wurde sein Werk „Don Karlos“ in Hamburg uraufgeführt, an dem er ab 1783 gearbeitet hatte. In Jena lehrt er als Historiker. Der Andrang der Studenten war enorm, es sprengte die Kapazitäten des Hörsaals. 1790 heiratet Friedrich Schiller Charlotte von Lengefeld (1766-1826).  Er erkrankte schwer und erlitt in Erfurt einen Zusammenbruch. Es kommt zu einer Freundschaft zwischen ihm und Johann Wolfgang Goethe (1749-1832). Auch wenn sie als Dichter Konkurrenten waren, so motivierten sie sich gegenseitig und tauschten sich aus.

Friedrich Schiller ist Vater von vier Kindern; Karl Ludwig Friedrich, geboren 1793, Ernst Friedrich Wilhelm, geboren 1796,1799 kam Tochter Caroline Luise Friederike und 1804 Emilie Henriette Luise zur Welt. Die Familie zog nach Weimar. Hier entstanden die Werke „Wallenstein“ und „Das Lied von der Glocke“. Friedrich Schiller verstarb am 9. Mai 1805, nach erneuter schwerer Erkrankung, im Alter von 45 Jahren, in Weimar.