True Story

Kameradschaft – deutsch-französisches Drama aus dem Jahr 1931.

Kameradschaft

Das Drama Kameradschaft das unter dem Titel  La Tragédie de la mine in Frankreich zu sehen war, beruht auf wahren Ereignissen, dem Grubenunglück von Courrières am 10. März 1906 in der Stadt Courrières, im Norden Frankreichs. Der österreichische Filmregisseur Georg Wilhelm Papst (1885-1967) zeigt mit seinem Film die internationale Solidarität, die Unterstützung deutscher Bergleute.

Dieses Grubenunglück ist bis heute eines der größten Katastrophen in einem Bergwerk mit den meisten Todesopfern. 1.099 Menschen starben, darunter viele Kinder. Es ist der 10. März 1906 als etwa 1.800 Bergleute untertage in den drei Schächten Sainte-Barbe, Auguste Lavors und Lavaleresse arbeiteten. Die Bergleute befanden sich in einer Tiefe von circa 400 Meter um Steinkohle abzubauen.

Um 6.30 Uhr morgens kam es zu einer Kohlenstaubexplosion. Diese Explosion war so stark, so dass Schächte und Fördertürme beschädigt wurden. Was zu dieser Katastrophe geführt hat, konnte nicht geklärt werden. Erste Rettungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Die Hilfskräfte waren völlig überfordert, solch ein Unglück mit diesem Ausmaß hatte es bislang nicht gegeben. Man musste Rettungstrupps von außerhalb anfordern.

Die Rettungsmaßnahmen kamen nur sehr schleppend voran. Viele der Bergleute waren noch immer eingeschlossen. Etwa 600 von ihnen konnten gerettet werden. Einige litten an einer Gasvergiftung und hatten schwere Verbrennungen. Obwohl es schon seit längerer Zeit bessere und vor allem sicherere Grubenlampen gab, wurden noch immer Grubenlampen mit einer offenen Flamme verwendet. Grund hierfür waren nur die höheren Kosten.

Noch 20 Tage nach dieser Explosion konnten Überlebende geborgen werden. Auch in Deutschland war man bereits über dieses Unglück informiert. Es gab Berichte in deutschen Zeitungen. Am 11. März 1906, einen Tag nach dieser Explosion, brachen Freiwillige auf um dort den Menschen zu helfen. Der Bergmeister Konrad Engel (1862-1912) hatte ein Trupp von 25 Mann zusammengestellt. Dies waren deutsche Bergleute aus den Zechen in Herne und Ückendorf. Ausgerüstet mit Atemgeräten suchten sie nach Überlebenden und bargen die Toten. Ein letzter Überlebender konnte am 4. April gerettet werden.