True Story

Andreas Schlüter – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1942.

Andreas Schlüter

Der Film beruht auf dem Leben des Baumeisters Andreas Schlüter (1659-1714), einem deutschen Bildhauer und Architekt. Er war einer der bedeutendsten Künstler des Barock und machte Berlin zu einer Königsstadt.

Andreas Schlüter wurde am 13. Juli 1659 in Danzig geboren. Die Eltern waren der Bildhauer Wilhelm Schlüter und Regina Schlüter. Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Seine Ausbildung erhielt er in Danzig bei dem Bildhauer David Christoph Saporius. Andreas Schlüter heiratet Anna Elisabeth Spangenberg und das Paar bekommt mehrere Kinder.

Als Bildhauer und Stuckateur arbeitet er am Königlichen Palast in Wilanów, dieser von 1677 bis 1679 von Augustyn Wincenty Locci (1640-1732), einem polnischen Architekten italienischer Abstammung, erbaut wurde. Der Palast wurde im Auftrag von König Johann III. Sobieski (1629-1696) errichtet. Außerdem war Andreas Schlüter am Bau der Königlichen Kapelle an der Marienkirche in Danzig, der Kathedralbasilika der Himmelfahrt der Allerheiligen Jungfrau Maria, beteiligt.

Möglich das auch die Giebelreliefs am Palais des Grafen Krasiński in Warschau von ihm stammen. Am Krasiński-Palast führte Andreas Schlüter die Innendekoration aus, insbesondere Reliefs, die die Heldentaten des römischen Patriziers Marcus Valerius darstellen. Auch als Bildhauer machte er sich einen Namen.

1694 wurde Andreas Schlüter zum Hofbildhauer des Königs Friedrich I. (1657-1713), dem ersten preußischen König, ernannt. Gleich nach seiner Ankunft in Berlin erhielt er ein Lehramt an der Akademie der Künste. Friedrich I. schickte ihn nach Frankreich und Italien, wo er Gipsabdrücke antiker Skulpturen für die Akademie beschaffen sollte. Einige Werke von Michelangelo Buonarotti und Gian Lorenzo Bernini inspirierten ihn für seine späteren eigenen Werke.

Ende März 1698 übernahm Andreas Schlüter die Bauleitung für das Zeughaus Berlin. Hier hatte er großen Anteil als Bildhauer an der Ausgestaltung. Ihm wurde der Auftrag erteilt einen Turm zu bauen, den Münzturm, wobei es hier während dem Bau zu statischen Problemen gekommen war. Der fast fertige Münzturm musste abgetragen werden, da es gravierende Mängel gegeben hat. Es stellte sich heraus das der Untergrund für das fast 60 Meter hohe Bauwerk nicht geeignet war. Der Turm sollte bis auf eine Höhe von 94 Meter gebaut werden. Anderer Baumeister wie Johann Friedrich Eosanders von Göthe (1669-1728) nutzten dies um seinem Ruf zu schaden.

Für den König baut er ein Lustschloss im Ort Freienwalde. Dieses wurde auf sandigem Boden errichtet, das bei einem Unwetter und der Anwesenheit des Königs abgesackt war. Dies machte ihn beim König nun noch unbeliebter. In den Jahren 1711 und 1712 errichtet Andreas Schlüter ein Landhaus, die Villa Kamecke, für den Staatsminister und General-Postdirektor Ernst Bogislav von Kameke.

Nach dem Tod des Königs wurde er aus dem Hofdienst entlassen und reiste nach Russland. Hier trat er in die Dienste des Zaren Peter dem Großen. Andreas Schlüter verstarb 1714 in Sankt Petersburg.