True Story

Weiße Zeit der Dürre (A Dry White Season) – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1989.

Weisse Zeit der Dürre

Auch wenn der Thriller keine direkte wahre Begebenheit zeigt, so beschäftigt sich der Film mit dem Thema Apartheid, deren Grausamkeiten und geht auf wahre Ereignisse ein, unter anderem den Protesten in Soweto im Jahr 1976. Als Vorlage diente das Buch „A Dry White Season“ aus dem Jahr 1979 des Autors André Brink. Der Roman wurde ursprünglich in Afrika verboten. Trotz dieses Verbots veröffentlichte der Autor 3.000 Kopien. Diese Exemplare wurden privat gedruckt und verteilt.

Als der Film veröffentlicht wurde, herrschten in Südafrika große politische Umwälzungen und regelmäßige Demonstrationen. Der Film wurde anfangs verboten, da es dem Staatspräsidenten F.W. de Klerk und seiner Politik schaden könnte. Das Verbot wurde noch im selben Jahr aufgehoben. Frederik Willem de Klerk war von 1989 bis 1994 der siebte und auch letzte Staatschef von Südafrika unter der Ära der Apartheid. Die Apartheid war ein System der institutionalisierten Rassentrennung in Südafrika zwischen 1948 und 1991. Obwohl de Klerk als Verfechter der Apartheid galt, hatte er wesentlichen Anteil an dessen Abschaffung. Er hatte weitreichende Reformen umgesetzt, so auch Nelson Mandela aus der Haft entlassen.

Der Film spielt während des Aufstandes in Soweto, dieser am 16. Juni 1976 begann. Etwa 15.000 schwarze Schulkinder demonstrierten unter Führung des Schülers Tsietsi Mashinini (1957-1990) friedlich gegen die rassistische Bildungspolitik und gegen das Apartheidregime. Der Aufstand forderte zahlreiche Todesopfer, denn die Polizei schlug diese Demonstration blutig nieder. Dies führte zu landesweiten Protestaktionen. Kinder und Jugendliche wurden verhaftet und gefoltert. Es kam zu Unruhen die bis 1978 andauerten.

Auslöser für diese Proteste war, dass man die Sprache Afrikaans, oder auch Kolonial-Niederländisch genannt, einführen wollte. Diese sollte als verbindliche Unterrichtssprache gelten, jedoch beherrschten die schwarzen Schüler diese Sprache kaum und sahen sich ihrer Chancen benachteiligt. Auch Tsietsi Mashinini war gegen diese Einführung und trat bereits vor dem Aufstand als Redner auf. Er war Präsident des Soweto School’s Representative Council. Man hatte beschlossen am 13. Juni 1976 in Orlando, Soweto, einen Protestmarsch zu organisieren. Rund 20.000 Schüler folgten diesem Aufruf und nahmen daran teil. Zahlreiche Schüler wurden von der Polizei erschossen. Mehr als 550 Demonstranten wurden getötet.

So auch Hector Pieterson, ein afrikanischer Schüler dieser bereits 1973, im Alter von nur zehn Jahren getötet wurde. Er wurde zur Symbolfigur des Aufstandes. Ein Fotograf machte ein Bild des sterbenden Jungen, welches weltweit für Aufsehen sorgte.