True Story

Sebastian Kneipp – Der Wasserdoktor – österreichisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1958.

Sebastian Kneip

Gezeigt wird die Geschichte von Sebastian Kneipp (1821-1897), einem Naturheilkundler, der durch seine Kaltwassertherapie bekannt wurde. Durch ihn prägten sich die Begriffe Kneipp-Medizin oder Kneipp-Therapie, sowie Wasserkur mit Wassertreten.

Sebastian Anton Kneipp war ein bayrischer römisch-katholischer Priester. Geboren wurde er am 17. Mai 1821 in Stephansried. Seine Eltern waren der Weber Xaver Kneipp und dessen Ehefrau Rosina. Zur Familie gehörten zwei Schwestern und zwei Halbschwestern. Bereits als Elfjähriger half er seinem Vater am Webstuhl und hütete das Vieh der Bauern des Dorfes.

Ab 1827 besucht Sebastian Kneipp die Dorfschule in Stephansried und von 1833 bis 1839 die Sonn- und Feiertagsschule in Ottobeuren. Danach verließ er seinen Heimatort und arbeitete als Knecht in Grönenbach. Sein Elternhaus war niedergebrannt, wodurch er auch seine Ersparnisse in Höhe von 70 Gulden verloren hatte. Der Theologe Matthias Merkle (1816-1881) nahm sich seiner an und unterrichtete ihn in Latein und bereitete ihn auf das Gymnasium vor.

Sebastian Kneipp lernt den Pfarrer und Botaniker Christoph Ludwig Köberlin (1794-1864) kennen, dieser ihn in die Pflanzenheilkunde einführte. 1848 begann Kneipp sein Studium der Theologie. Er erkrankte schwer, vermutlich Tuberkulose, und entdeckte das Buch „Unterricht von Kraft und Wirkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen“. Dies bewegte ihn dazu, in dem eiskalten Wasser der Donau zu baden. Auch daheim übergoss er sich mit Wasser, was ihn tatsächlich wieder gesund werden ließ.

Im Jahr 1850 setzt er in München, am Herzoglichen Georgianum, sein Theologiestudium fort. Tägliche Anwendungen mit Wasser wurden zum festen Bestandteil seines Lebens. Nicht jeder war von seiner Idee, mit dem Wasser zu heilen, überzeugt. So kam es im Jahr 1853 zu einer Anzeige. Ein Jahr darauf wurde er von einem Apotheker verklagt. Im selben Jahr brach in München eine Choleraepidemie aus. Ganz Oberbayern und Schwaben waren davon betroffen. Auch sein Vater starb.

Sebastian Kneipp wurden 42 Erkrankte zugeteilt um diese er sich kümmern solle. Kurze Zeit später wurde Kneipp Beichtvater im Kloster Wörishofen. Durch ihn wurde Wörishofen zu einem Kurort. Dies machte ihn nun auch europaweit bekannt. Immer mehr Heilsuchende strömten nach Wörishofen. Seine Wasserkuren waren in aller Munde. Sebastian Kneipp verstarb am 17. Mai 1897 im Alter von 76 Jahren. Seine Bücher wurden millionenfach verkauft. In Deutschland gibt es heute 600 Kneipp-Vereine mit 160.000 Mitgliedern.