True Story

Paracelsus – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 1943.

Paracelsus

Der Film beruht auf dem Leben von Theophrastus Bombast von Hohenheim (1493-1541), einem Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker und Philosoph, dieser sich ab 1529 Paracelsus nannte. Berühmtheit erlangte Paracelsus als Arzt und medizinischer Schriftsteller. Er vertrat theosophische und naturphilosophische Kenntnisse.

Theophrastus Bombast von Hohenheim wurde 1493 oder 1494 als Sohn des Arztes Wilhelm Bombastus von Hohenheim in Egg bei Einsiedeln, Kanton Schwyz, geboren. Seine Mutter arbeitete im Hospiz des Benedektinerklosters zu Einsiedeln. Sie verstarb recht früh, Vater und Sohn zogen 1502 nach Villach in Kärnten. Hier eröffnet sein Vater eine Praxis, in der Paracelsus erste Einblicke in die Medizin bekommt.

Mit 16 Jahren beginnt er sein Studium der Medizin an der Universität Basel. Im Jahr 1510 erlangt er den akademischen Grad Bakkalaureus (Bachelor) in Wien. Vermutlich im Jahr 1516 erlangte er die Doktorwürde. Er reiste durch Europa und arbeitete als Wundarzt. Etwa 1524 ließ er sich in Salzburg nieder. Paracelsus unterstützte die Aufständischen im Deutschen Bauernkrieg, die lokalen Bauernaufstände im Jahr 1524. Dies machte ihn beim Erzbischof von Salzburg, Matthäus Lang von Wellenburg (1468-1540), sehr unbeliebt, woraufhin Paracelsus Salzburg verlassen hat. Die Bauern hatten sich gegen den Erzbischof gerichtet, diese Paracelsus unterstützte.

1527 hielt Paracelsus in Basel Vorlesungen. Er war berechtigt an der medizinischen Fakultät zu lehren, erstmals in deutscher Sprache, statt wie bisher in Latein. Seine Vorlesungen waren der Öffentlichkeit zugänglich. Paracelsus kritisierte die Ärzte- und Apothekerschaft, was ihm Schmähschriften und Bedrohungen gegen Leib und Leben einbrachte. Er verbrannte sogar Bücher und ihm stand ein Gerichtsverfahren bevor. Um sich diesem zu entziehen, floh er 1528 in das Elsass. Es folgten abermals Wanderjahre und erste Schüler wurden von ihm unterrichtet.

Paracelsus verfasste 14 Bücher und Aufzeichnungen in den Bereichen Medizin, Astrologie, Philosophie und Theologie. 1541 zog es ihn zurück nach Salzburg, nachdem der Erzbischof verstorben war. Paracelsus starb am 24. September 1541, im Alter von 47 Jahren in Salzburg. Als Todesursache geht vermutlich eine Quecksilbervergiftung hervor. Er kannte sich mit Quecksilber bestens aus, das in der Medizin Anwendung fand.

Mit mehreren Schriften hatte er Kollegen gegen sich aufgebracht. Man vermutet daher, das er vergiftet wurde. Er hatte stets die Kirche und die Gesellschaft kritisiert. Seine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen brachten ihm Feinde, zudem kam es zu einem heftigen Disput mit Ärzten. Durch sein Wanderleben hatte Paracelsus das einfache Volk kennengelernt, aber auch die unterschiedlichsten Heilmethoden.