True Story

A Prayer Before Dawn – Das letzte Gebet – britisch-amerikanisch-französisch-chinesisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

A Prayer Before Dawn

Der Film basiert auf dem Buch „A Prayer Before Dawn. My Nightmare in Thailand’s Prisons“ des Autors Billy Moore, in dem er seine eigene Geschichte beschreibt. Erzählt wird die wahre Geschichte des Briten Billy Moore, der in einem der bekanntesten thailändischen Gefängnisse inhaftiert ist. Billy Moore nimmt an Muay-Thai-Wettkämpfen teil, um sich somit seine Freiheit zu verdienen. Muay-Thai, bekannt auch als Thaiboxen, ist eine Kampfkunst und der Nationalsport Thailands. In seinem Buch schreibt er über den brutalen Alltag in thailändischen Gefängnissen.

Billy Moore wurde in Liverpool, England, geboren. Seine Kindheit war geprägt von Missbrauch und seinem alkoholkranken Vater. Er wuchs im Stadtteil Walton, einer Wohnsiedlung in der es Sozialwohnungen gab, in völliger Armut auf. „Mir wurde gesagt, das ich wertlos sei und das Leben keinen Wert habe“. Geprägt durch die Armut und Perspektivlosigkeit rutschte Billy Moore immer mehr in die Kriminalität hinein und wurde zudem drogensüchtig. Er konsumierte Kokain und Heroin.

Er fühlte sich allein und im Stich gelassen. Im Alter von 16 Jahren begeht er sein erstes Verbrechen. Dies wurde nun Alltag und er wurde zum Berufsverbrecher. Es kommt zu Einbrüchen und Drogendelikten, wofür er insgesamt 15 Jahre in verschiedenen Gefängnissen inhaftiert war. Mit 17 Jahren wurde er erstmals inhaftiert. Neben den Einbrüchen und Drogen kam es auch zu Gewaltdelikten und weiterer Vergehen im Straßenverkehr.

Mit Hilfe eines Rehabilitierungsprogramms schafft er es, ein normales und nicht kriminelles Leben zu führen. Billy Moore reiste nach Thailand, um hier einen Neuanfang zu wagen, sein Leben zu ändern, die Drogen, Alkohol und die kriminellen Aktivitäten hinter sich zu lassen. Als Boxer und Stuntman wollte er etwas Geld verdienen. Im Jahr 2005 kam er in Thailand an und unterrichtete Englisch. Sogar im Film „Rambo IV“ mit Sylvester Stallone bekam er einen Job als Stuntman.

Billy Moore begann damit den Nationalsport der Thailänder, Muay-Thai, zu erlernen. Er nahm an illegalen Kämpfen teil und fand nun wieder zur schlechten Gesellschaft. Und wieder kam die Sucht nach Drogen, diesmal Crystal Meth und Yaba, ein sehr süchtig machendes Methamphetamin. Die Polizei nahm ihn 2007 fest und man verurteilte ihn zu drei Jahren Haft, aufgrund seiner Drogenabhängigkeit und dem Telefonieren mit einem gestohlenem Handy.

Die erste Nacht im Gefängnis Chiang Mai verbrachte er mit etwa 70 weiteren Insassen. Neben ihm auf dem Boden lag ein Leichnam. Als Ausländer unter den thailändischen Gefangenen galt er nicht gerade als willkommen. In der Haftanstalt engagiert er sich im Team der Muay-Thai-Boxer. Vor seiner Verhaftung hatte Billy Moore einen Unfall und einen Leistenbruch. Er musste während seiner Haft operiert werden.

Man verlegt ihn in das Gefängnis Klong Prem in Bangkok, das wegen der Brutalität und Korruption berüchtigt ist. Auch im Gefängnis konsumiert er Drogen. Einer der Wärter sagte zu ihm, er müsse sich ändern, er würde dies nicht überleben, wenn er ständig Opfer dieser Gewalt ist. Der Beamte fragte ihn, warum er nicht in den Ring steigt und kämpft, anstatt sich mit den Gangs abzugeben. Auch seine Verletzung machte ihm noch immer zu schaffen.

Billy Moore stieg in den Ring und kämpfte gegen die besten Boxer. Einer dieser Boxer hieß Pon, der Ausländer hasste. Dies war jedoch kein Thaiboxen, sondern ein ganz gewöhnlicher Boxkampf, bei dem Billy Moore durch ein K.o. als Sieger hervorging. Dieser Kampf verschaffte ihm zwar etwas Respekt aber nicht wirklich die Freiheit. Man hat als Sieger einige Privilegien, außerdem lenkt es vom Alltag ab. Für weitere Kämpfe durfte man das Gefängnis verlassen. Billy Moore wurde aus der Haft entlassen und stellte bei der britischen Botschaft einen Antrag auf Rückführung. Somit kehrte er nach England zurück.