True Story

Professor Marston & The Wonder Women – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

Professor Marston

Der Film zeigt die Geschichte des amerikanischen Psychologen William Moulton Marston (1893-1947), der die Comicfigur, die Superheldin Wonder Woman erschaffen hat. Inspiration für diese Figur waren seine Frau Elizabeth Holloway Marston (1893-1993) und seine Geliebte Olive Byrne (1904-1985).

William Moulton Marston liebte seine Frau, aber auch gleichzeitig Olive Byrne. Eine offene Beziehungsform, diese man Polyamorie nennt. Er ist nicht nur Autor und Schöpfer von Wonder Woman, sondern auch der Erfinder eines Prototypen des Lügendetektors. Bekannt ist er auch unter dem Pseudonym Charles Moulton.

William Moulton Marston wurde am 9. Mai 1893 in Cliftondale, Massachusetts, geboren. Sein Studium absolvierte er an der Harvard University, das er 1921 mit einem Doktortitel abschloss. Nachdem er an der American University unterrichtet hatte, ging er 1929 zu den Universal Studios in Kalifornien, wo er für ein Jahr für Öffentlichkeitsarbeit tätig war.

Er und seine Frau bekamen zwei Kinder, während er mit seiner Geliebten Olive Byrne ebenfalls zwei Kinder zeugte. Seine Ehefrau trug zum Einkommen der Familie bei, mit ihrem magerem Gehalt als Sekretärin eher bescheiden. Olive Byrne blieb zu Hause und kümmerte sich um die Kinder. Er und Olive Byrne trafen sich 1925 an der Tufts University wo er als Professor für Psychologie tätig war. Sie wurde bald darauf seine Forschungsassistentin. So kam es auch zu dieser Beziehung. William Moulton Marston lebte nun mit zwei Frauen mehrere Jahre zusammen.

Diese Beziehung war gleichzeitig die Inspiration für seine Comicfigur Wonder Woman. Am 8. Oktober 1941 erschien dieser Charakter erstmalig im All Star Comics. William Moulton Marston verstarb am 2. Mai 1947, im Alter von 53 Jahren, an Krebs. Elizabeth und Olive lebten weiterhin zusammen. Olive Byrns starb am 19. Mai 1985 im Alter von 81 Jahren und Elizabeth verstarb am 23. März 1993 im Alter von 100 Jahren.

William Moulton Marston schrieb Aufsätze und Bücher zu populären psychologischen Themen. Geld verdiente er nur sehr wenig, auch sein Lügendetektor war kommerziell ein Flop. Zudem verfasste er erotische Literatur, auch diese blieb erfolglos. Zusammen mit seiner Frau entwickelte er den Polygraph, eine frühe Form des Lügendetektors. Beide gingen davon aus, sollte man die Unwahrheit sagen, müsse sich der Blutdruck erhöhen und dies ihr Polygraph anzeigen.