True Story

Egon Schiele: Tod und Mädchen – österreichisch-luxemburgisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2016.

egon schiele

Der Film erzählt aus dem Leben des österreichischen Malers Egon Schiele (1890-1918). Als Vorlage diente das Buch „Tod und Mädchen. Egon Schiele und die Frauen“, der Autorin und Schauspielerin Hilde Berger.

Egon Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau geboren. Er war das dritte von vier Kindern, der einzige Sohn des Bahnhofvorstehers Adolf Eugen Schiele und dessen Frau Marie. Im Jahr 1906, nachdem er von einer Wiener Kunstgewerbeschule abgelehnt wurde, beginnt Egon Schiele ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste. 1907 sucht er Kontakt zu dem österreichischen Maler Gustav Klimt (1862-1918). Seine späteren Werke wurden stark vom Jugendstil dieses Malers beeinflusst.

1909 feiert Egon Schiele seine ersten Erfolge, nachdem er seinen eigenen Stil gefunden hat. Er schuf Landschaftsbilder, Aktdarstellungen und Gemälde. Thema seiner Bilder war fast immer der Tod. Seine Werke präsentiert er erstmals 1909 in der „Großen Internationalen Kunstschau“ in Wien. Durch den Kunstkritiker Arthur Roessler konnte er sich einen Namen machen. Durch ihn und seine Kontakte lernt Egon Schiele die Kunstsammler Carl Reininghaus und Oskar Reichel kennen. Diese ermöglichten ihm zahlreiche Auftragsarbeiten, was ihn finanziell absicherte.

Er wandte sich von der kunstgeschichtlichen Epoche ab und fand zum Expressionismus, bei dem er Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens porträtierte. Seine Werke sind oft von seiner depressiven Stimmung geprägt. 1911 zieht Egon Schiele mit seiner Lebensgefährtin und gleichzeitig eines seiner Modelle Wally Neuzil (1994-1917) nach Krumau. Seine Aktdarstellungen stießen bei der Bevölkerung auf Ablehnung. Auch sein Lebensstil, einer wilden Beziehung mit Wally Neuzil bezeichnete man als anstößig. Zudem hatte man erfahren das auch Kinder sein Atelier besucht hatten.

Das Paar verließ Krumau und zog nach Neulengbach. Hier wird Egon Schiele wegen des Verdachts auf Verführung einer Minderjährigen verhaftet. Dieses angebliche Vergehen ließ sich jedoch nicht beweisen, blieb aber einige Tage in Haft. Eines seiner Bilder wird öffentlich verbrannt. Während seiner 24-tägigen Haft zeichnete er mehrere Skizzen. 1912 kehrt er nach Wien zurück. Trotz seines schlechten Rufs und mit Hilfe von seinem Freund Gustav Klimt, gelang es ihm schnell wieder Fuß zu fassen und er feiert erneut Erfolge. Seine Werke stellte er in Österreich und Deutschland aus. Auch einige seiner Gedichte wurden veröffentlicht.

Am 17. Juni 1915 heiratet er seine langjährige Bekannte Edith Harms. Sie forderte die Trennung von Wally Neuzil. Er wollte beide Frauen, doch sie lehnten eine Dreiecksbeziehung ab. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs wird Egon Schiele zum Militär einberufen und verrichtet seinen Dienst in der Verwaltung. Nachdem man ihn versetzt hatte, fühlte er sich den Aufgaben nicht gewachsen, woraufhin er im Heeresgeschichtlichen Museum seinen Dienst verrichten durfte.

Nachdem Gustav Klimt am 6. Februar 1918 in Wien verstorben war, stieg er in der Wiener Kunstszene auf. 1918 wurde Wien von der spanischen Grippe heimgesucht. Seine Frau Edith, die im sechsten Monat schwanger war, erlag dieser Pandemie am 28. Oktober. Auch Egon Schiele war erkrankt und starb im Alter von nur 28 Jahren am 31. Oktober 1918.