True Story

Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses (Bury My Heart at Wounded Knee) – amerikanisches Historiendrama aus dem Jahr 2007.

begrabt mein herz

Als Vorlage diente das Buch „Bury My Heart at Wounded Knee“ aus dem Jahr 1970 des Autors Dee Brown (1908-2002). Es ist sein bekanntestes Werk, in dem er über die Geschichte der Indianer, insbesondere dem Massaker von Wounded Knee schreibt. Geschildert werden die Auswirkungen der amerikanischen Ureinwohner, durch erzwungene Umsiedlungen und den jahrelangen Kriegsführungen der US-Regierung. Damit wurden die Kultur, Religion und Lebensweise der Indianer zerstört.

Wounded Knee war Ort der letzten größeren Konfrontation zwischen der US-Armee und den Indianern. Am 29. Dezember 1890 wurden in Wounded Knee, einer heutigen Ortschaft in der Pine Ridge Reservation, einem Indianerreservat in South Dakota, 300 wehrlose Angehörige verschiedener Sioux-Indianerstämme durch das 7. US-Kavallerie-Regiment getötet. Durch dieses Massaker wurde der letzte Widerstand der Indianer gebrochen.

Nachdem man den Häuptling Sitting Bull (1831-1890) während seiner Verhaftung am 15. Dezember 1890 getötet hatte, von einem seiner eigenen Leute, einem Indianer-Polizisten, flüchteten zahlreiche Lakota. Die US-Armee fürchtete erneute Kämpfe. Alle Indianer außerhalb der Reservate wurden als feindselig angesehen. Die Flüchtenden wurden von den US-Truppen gestellt, mit Lebensmitteln versorgt und zum Fluss Wounded Knee gebracht. Hier schlugen sie ihr Lager auf und warteten auf eine Entscheidung der Heeresführung.

James William Forsyth (1834-1906), Oberst in der US-Armee, sollte etwa 350 Sioux unter ihrem Häuptling Big Foot (1820-1890) zurück in ihr Reservat bringen. Die Indianer wurden nach Waffen kontrolliert, was sie auch duldeten. Nun jedoch kommt es zu einem Handgemenge. Bei dem Indianer Black Coyote fanden sie eine Winchester, die er unter seiner Kleidung versteckt hielt. Er weigerte sich das Gewehr abzugeben, da er viel Geld dafür bezahlt hatte. Es kommt dadurch zu einem Gerangel, bei dem sich ein Schuss löst.

Nun begannen die Soldaten damit in die Menge zu feuern. Bis zu 300 Indianer wurden hierbei getötet. Nach diesem Massaker wurden 20 Soldaten dieses Regiments mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Dieses Massaker hat bis heute niemand vergessen und beeinflusst das Leben in den Reservaten. Jedes Jahr gibt es eine Gedenkveranstaltung und der Marsch von Standing Rock nach Pine Ridge wird von Angehörigen der Indianerstämme nachgestellt.