True Story

Der Tiger der sieben Meere (Il grande colpo di Surcouf) – spanisch-französisch-italienisches Historiendrama aus dem Jahr 1966.

der tiger der sieben meere

Der Piratenfilm „Der Tiger der sieben Meere“, „Donner über dem Indischen Ozean“, oder auch „Das Wappen von Saint Malo“ beruht auf wahren Ereignissen des berühmten Korsaren Napoleons, dem Freibeuter Robert Surcouf (1773-1827).

Robert Surcouf wurde am 12. Dezember 1773 in Saint-Malo, Frankreich, geboren. Die Familie seines Vaters Charles-Ange Surcouf sieur de Boisgris (1739-1813) stammte aus Irland. Seine Mutter Rose-Julienne Truchot de la Chesnais (1746-1825) kam aus der Familie von Pierre Porcon de la Barbinais. Sein Vater betrieb ein landwirtschaftliches Anwesen, wo Robert und seine zwei älteren Brüder Charles, geboren 1765 und Nicolas-Augustin, geboren 1769, gemeinsam aufwuchsen. Zur Familie zählten außerdem seine kleine Schwester Rose und der jüngere Bruder Noël.

Robert galt als stur und unerträglich, was seinen Eltern viele Probleme bereitete. Sein Wunsch ist es zur See zu fahren. So wurde aus dem Knaben ein ausgezeichneter Seemann. Im Alter von 15 Jahren heuert er für eine Reise auf der Korvette Bienvenue an. Der Krieg gegen Großbritannien machte ihn zum Leutnant der Marine, Enseigne de Vaissseau, in der Verteidigungsflotte.

Zwischen den Jahren 1792 und 1815 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Machtrivalen, auch bekannt als Napoleonische Kriege. Robert Surcouf wurde zum französischen Freibeuter gegen Großbritannien. Er kaperte britische Handelsschiffe, die dadurch herbe Verluste zu verzeichnen hatten. Mehrere feindliche Schiffe wurden durch ihn erobert und auch versenkt. Das Meer machte ihn zum Mann und sein Mut zum Offizier.

Anfang 1792 kehrt er in seine Heimat Saint-Malo zurück. Seine Eltern erkennen ihn kaum wieder, vor ihnen steht ein sportlicher Mann und ihm mangelt es nicht an Charme. Während seines Aufenthalts in Saint-Malo verliebt er sich in Marie-Catherine Blaize de Maisonneuve. Sie ist zu jung und er möchte auch wieder zur See fahren, mehr als je zuvor.

Er ist mittlerweile 20 Jahre alt und hat sich als Freibeuter einen Namen gemacht. Die Kaperung des großen britischen Handelsschiffes Kent machte ihn berühmt. Das brachte ihm den Namen „Der Tiger der sieben Meere“ ein. Nachdem ein Friedensvertrag unterzeichnet wurde, kehrt er 1801 nach Frankreich zurück. Nun heiratet er Marie-Catherine Blaize de Maisonneuve, die Tochter eines Schiffunternehmers. Das Paar bekommt sieben Kinder.

Napoleon machte ihm ein erneutes Angebot, ihn zum Kapitän zu befördern, was er jedoch ablehnte. Erst 1807 ging er an Bord der Revenant und war auch hier zweimal siegreich. Wieder zurück in Saint-Malo erkrankte Robert Surcouf und starb am 8. Juli 1827. Für Frankreich ist er ein Held und der beste Segler den sie je hatten.