True Story

Final Portrait – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

final portrait

Der Film beruht auf dem Buch „Alberto Giacometti: Ein Portrait“ aus dem Jahr 1993, des Autors James Lord (1922-2009) einem amerikanischen Schriftsteller und Kritiker. James Lord wurde am 27. November 1922 in Englewood, New Jersey, geboren. Er verstarb am 23. August 2009 im Alter von 86 Jahren an einem Herzinfarkt.

Alberto Giacometti (1901-1966) war Bildhauer, Maler und Grafiker, der aus der Schweiz stammte und später in Paris lebte. Beide waren Freunde, als James Lord ihn Anfang der 1960er Jahre ihn in Paris besucht. Alberto Giacometti fragte ihn, ob er nicht ein Porträt von ihm anfertigen dürfe. James Lord freute sich über ein Porträt und verbrachte mehrere Tage in Paris. James Lord schildert in seinem Buch auch die Ängste und Zweifel, selbst die Aggressionen von Alberto Giacometti.

Alberto Giacometti wurde am 10. Oktober 1901 in Borgonovo, einem kleinem Dorf in der Schweiz geboren. Der Vater Giovanni Giacometti (1868-1933) war ebenfalls Maler. Alberto interessierte sich schon sehr früh für die Kunst. Sein Bruder Diego (1902-1985) war Bildhauer und Designer, während sein Bruder Bruno (1907-2012) als Architekt tätig war. Im Herbst 1919 begann Alberto sein Kunststudium in Genf. Er erlernte die Malerei, die Bildhauerei und das Zeichnen.

Ab 1922 lebte und arbeitete Alberto Giacometti hauptsächlich in Paris. Er besuchte jedoch regelmäßig seinen Heimatort Borgonovo um seine Familie zu sehen und um auch hier seiner Arbeit als Künstler nachzugehen. In Paris, im Salon des Tuileries, seiner ersten Ausstellung, wurden zwei seiner Werke ausgestellt. Er bevorzugte Modelle denen er nahe stand. Unter anderem seinen Bruder Diego und seine Schwester Ottilia (1904-1937), außerdem die bekannte Künstlerin Isabel Rawsthorne (1912-1992), die gelegentlich als Modell arbeitete.

Während des Zweiten Weltkriegs floh er in die Schweiz. Hier traf er 1946 auf seine spätere Ehefrau Annette Arm. Beide heiraten 1949. Bislang waren seine Skulpturen nicht größer als sieben Zentimeter. Später wurden sie größer und auch schlanker. Nach dem Krieg entstanden seine bekanntesten Skulpturen. Dies machte ihn zu einem der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Er schrieb Texte für Zeitschriften und Ausstellungskataloge. Seine Gedanken und Erinnerungen hielt er in Tagebüchern und Notizbüchern fest. Er schuf Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Plastiken, die heute in Museen ausgestellt sind.

Alberto Giacometti sah sich selbst stets selbstkritisch. Dies führte zu großen Zweifeln an seiner eigenen Arbeit. Dennoch war er motiviert. 1938 kommt es zu einem Unfall, bei dem er von einer alkoholisierten Autofahrerin angefahren wird. Er wurde dabei verletzt und litt fortan an einem Gehfehler. Er verstarb am 11. Januar 1966 in Chur, im Kantonsspital Graubünden an einer Herzerkrankung.