True Story

Utøya 22. Juli – norwegisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2018.

utoya

Das Drama schildert Ereignisse des Massakers vom 22. Juli 2011 auf der norwegischen Insel Utøya, bei dem 69 Menschen starben. Der Film basiert auf detaillierten Erfahrungsberichten vieler Überlebender, die möchten, dass alle Welt diese Geschichte erfährt.

Am 22. Juli 2011 kommt es in Norwegen zu zwei terroristischen Anschlägen durch den norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik. Der erste Anschlag ereignete sich am Nachmittag, bei dem der Täter eine Autobombe vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg in der Hauptstadt Oslo zündet. Bei dieser Explosion wurden acht Menschen getötet und zehn Personen verletzt. Mehrere Gebäude wurden stark beschädigt.

Nach dieser Tat begab sich der Täter von Oslo aus an den 30 Kilometer entfernten See Tyrifjord. Als Polizist verkleidet setzt er auf die im See liegende Insel Utøya über. Auf dieser Insel fanden sich jährlich zahlreiche Jugendliche, der sozialdemokratischen Organisation Arbeidernes Ungdomsfylking, der Arbeiterpartei, in einem Zeltlager. Hier war auch zuvor die Politikerin Gro Harlem Brundtland, die einen Vortrag hielt. Sie konnte die Insel verlassen, bevor Breivik seinen Plan in die Tat umsetzte. Auch sie sollte sterben, jedoch hatte sich der Täter verspätet, was ihr somit das Leben rettete.

Als Breivik auf der Insel ankam, noch immer als Polizist verkleidet, rief er die Jugendlichen zusammen. Er gab an, sie über die Ereignisse in Oslo zu informieren. Die Jugendlichen hatten zuvor von diesem Anschlag im Radio gehört. Ohne Vorwarnung eröffnet Breivik das Feuer. Ein Massaker von 75 Minuten, bei dem auf der Insel 69 Menschen starben – Menschen im Alter von 14 und 51 Jahren. 32 von ihnen waren Jugendliche unter 18 Jahren.

Der Täter konnte gegen 18.15 Uhr festgenommen werden. Er leistete keinen Widerstand und gestand beide Taten begangen zu haben. Am 24. August 2012 wurde Breivik zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Durch ihn starben insgesamt 77 Menschen, 99 wurden schwer verletzt und mehr als 300 erlitten schwerwiegende Psychotraumata. Er zeigt keinerlei Reue, im Gegenteil, er würde es wieder tun.

Anders Behring Breivik war von 1999 bis 2006 Mitglied der Fremskrittspartiet, einer Partei des rechten Spektrums. Er engagierte sich in der Jugendorganisation dieser Partei und war in verschiedenen Funktionen tätig. Außerdem war er Mitglied im Schützenverein. Seit 2009 war Breivik im rechtsextremen Forum nordisk. nu aktiv.