True Story

Der Fall Gleiwitz – deutsches (DDR) Drama aus dem Jahr 1961.

Der Fall Gleiwitz

Geschildert werden reale Ereignisse des von der SS inszenierten Überfalls auf den Sender Gleiwitz am 31. August 1939. Eine streng geheime Aktion der SS vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, einer propagandistischen Handlung, die als Vorwand für den Überfall Polens diente.

Diese Aktion lief unter dem Decknamen Unternehmen Tannenberg, einer Vortäuschung von Kriegsgründen. Initiator war SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, der somit für Adolf Hitler einen Vorwand für den Überfall Polens lieferte. Am 31. August 1939 wurde von der SS, unter dem SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks, der Sender Gleiwitz überfallen. Es sollte so aussehen, als hätten die Polen den Sender überfallen. Alfred Naujocks (1911-1966) wurde nach dem Krieg von den Briten vernommen. Er gab an diesen Befehl persönlich von Heydrich bekommen zu haben. Alles war akribisch geplant, um die Polen für diesen Übergriff verantwortlich zu machen. Hitler brauchte für die Öffentlichkeit einen Grund, für den späteren Einmarsch in Polen.

Männer der SS stürmten den Sender Gleiwitz, unterbrachen das laufende Programm und verlasen zudem einen Aufruf, eine Kampagne gegen Deutschland. Alfred Naujocks hatte sechs Volksdeutsche rekrutiert und ließ einen Häftling aus Sachsenhausen nach Gleiwitz bringen. Dem Häftling gab man polnische Kleidung, tötete ihn und ließ ihn am Sender Gleiwitz zurück. Die Leiche des 41-jährigen Franz Honiok sollte als Beweis für den angeblichen Überfall dienen. Einen Tag darauf berichteten der Reichsrundfunk und die gesamte deutsche Presse von diesem Überfall. Adolf Hitler hatte somit seinen Grund, um am 1. September 1939 die deutsche Wehrmacht in Polen einmarschieren zu lassen.