True Story

Das Lager – Wir gingen durch die Hölle (In Tranzit) – britisch-russisches Drama aus dem Jahr 2008.

Das Lager

Gezeigt wird das Leben deutscher Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Film orientiert sich an Tatsachenberichten der deutschen Soldaten in Gefangenenlagern in der Sowjetunion.

Zwischen den Jahren 1941 und 1945 gerieten bis zu 3,6 Millionen Soldaten der Wehrmacht in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Etwa 1,11 Millionen deutsche Kriegsgefangene kamen dabei ums Leben. Nachdem die Soldaten in einem dieser Lager interniert wurden, legte man von jedem einzelnen eine Personalakte an. Am 10. März 1947 kommt es zur Moskauer Außenministerkonferenz, in der die Alliierten eine Freilassung sämtlicher Kriegsgefangenen bis Ende 1948 vereinbarten. Viele der Heimkehrer waren traumatisiert, es blieben körperliche und seelische Wunden.

Das Thema der Kriegsgefangenen spielte in der sowjetischen Öffentlichkeit keine Rolle. Die deutschen Gefangenen kamen in die abgelegensten Regionen. Mehr als 300 Lager wurden errichtet. In jedem dieser Lager waren Hunderte bis mehrere Tausend Soldaten interniert. Deutsche Kriegsgefangene wurden für Arbeiten eingesetzt, dem Bau von Häusern, Brücken und Dämmen, sowie dem Fällen von Bäumen. Außerdem musste man Kohle, Lehm und Kies fördern. Auch die Stadt Stalingrad sollte wieder aufgebaut werden, solange dies nicht geschehen ist, verlässt niemand das Lager. Man arbeitete acht bis zwölf Stunden und wurde entlohnt, wenn auch sehr schlecht. Wer gut und viel arbeitete, erhielt einen Bonus.

Dennoch mangelte es an Nahrung und passender Kleidung. Die Temperaturen fielen zum Teil bis unter minus 60 Grad. Viele wurden zu 25 Jahren Haft verurteilt, eine Zahl die den meisten nicht mehr aus dem Kopf ging, denn sie glaubten das sie diese lange Zeit nicht überleben würden.

Dennoch wurden deutsche Kriegsgefangene schlechter behandelt als Gefangene aus anderen Ländern. Viele Deutsche versuchten ihre wahre Identität zu verbergen um die gewissen Privilegien genießen zu dürfen. Einige versuchten aus den Lagern auszubrechen. Zwischen 1942 und 1948 versuchten etwa 11.000 Inhaftierte zu fliehen. Nur sehr wenige haben dies geschafft. In den Lagern kam es zu Revolten und Aufständen, diese jedoch sehr schnell niedergeschlagen wurden.

Erst im Jahr 1955 wurden die letzten Kriegsgefangenen freigelassen, nachdem Bundeskanzler Konrad Adenauer die Sowjetunion besucht hatte.