True Story

Durchbruch Lok 234 – deutsches Drama aus dem Jahr 1963.

Durchbruch Lok 234

  • Noch nicht auf DVD/Blu-ray erschienen!

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt die Flucht mit einer Dampflokomotive der Baureihe 78, des Lokführers Harry Deterling und seiner Familie aus der DDR nach West-Berlin. Harry Deterling und seine Frau Ingrid wollten nicht länger in der DDR leben.

Es ist das Jahr 1961 und der Lokführer erfährt, dass es noch eine befahrbare Gleisverbindung nach West-Berlin gibt und diese in nur wenigen Tagen stillgelegt werden soll. Er schmiedet einen Plan, diese Stecke zu nutzen, um in die Freiheit fliehen zu können. Freunde und Verwandte weiht er in seinen Plan ein.

Am 5. Dezember 1961 steuert er diesen Zug vom ostdeutschen Endbahnhof über die Grenze und hält in West-Berlin. Ihre Dampflok mit acht Personenwagen war fahrplanmäßig in Oranienburg gestartet. Auch der Heizer Hartmut Lichy ist dabei. Die beiden Männer sind beim Durchbrechen der Grenze in den Kohlentender geklettert. Die Reisenden die über diese Flucht eingeweiht waren, haben sich in ihren Personenwagen auf den Boden geworfen. Man musste damit rechen das geschossen wird, glücklicherweise ist kein einziger Schuss gefallen. Insgesamt 25 Personen gelangten so über die innerdeutsche Grenze. In Falkensee waren noch Bekannte zugestiegen, die mit einem Auto hinterher gefahren waren. Bereits am nächsten Tag wurde dieses Gleis entfernt.

Die Familie lebte in Oranienburg und Dieter Deterling arbeitete bei der Reichsbahn in Pankow. Ihnen kam der Gedanke zu einer Flucht aus der DDR. Die Eltern sagten zu ihren Söhnen, es solle ein Ausflug zur Tante werden. Dieter Deterling hatte sich geweigert eine Erklärung zu unterzeichnen, womit er einer Grenzschließung zustimmen würde. Man drohte ihm seine Arbeit als Lokführer wegzunehmen und er solle stattdessen in einer Ziegelei bei einer sehr geringen Entlohnung arbeiten. Das brachte ihn zu seinem Entschluss und dem Plan, über das bekannte Gleis zu fliehen. Der Heizer Hartmut Lichy hatte ebenfalls Probleme mit der Staatsmacht. Er sollte zum Militär einberufen werden, verweigerte jedoch den Dienst an der Waffe.

So schafften es am 5. Dezember 1961 mit diesem Zug 25 Personen über die Grenze. Der gesamte Zug wurde kurz darauf wieder in den Bereich des ostdeutschen Endbahnhofs geschoben.