True Story

Hunde, wollt ihr ewig leben – deutsches Kriegsdrama aus dem Jahr 1959.

Hunde wollt ihr ewig leben

Thematisiert wird die Schlacht von Stalingrad. Als Vorlage für den Film diente das Buch „Hunde, wollt ihr ewig leben“ des Autors Fritz Wöss (1920-2004), dieser selbst im Zweiten Weltkrieg diente.

Als Batterieführer wurde Fritz Wöss im Dezember 1941 bei Kämpfen nahe der Stadt Wolchowstroj verwundet. Man brachte ihn in ein Lazarett. Nach seiner Genesung schickte man ihn an die Ostfront. Während der Schlacht von Stalingrad dient er als Verbindungsoffizier der 20. rumänischen Division. Nach der russischen Offensive geriet Fritz Wöss im Januar 1943 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kehrte 1948 wieder heim.

Im Vordergrund steht zudem die Unmenschlichkeit und die Sinnlosigkeit von Entscheidungen. Die einfachen Soldaten haben erkannt, dass sie dem Gegner chancenlos ausgeliefert sind. Die Offiziere, die den Befehlen Adolf Hitlers folgten, glaubten noch immer an einen Sieg. Der Oberbefehlshaber der 6. Armee, Friedrich Paulus (1890-1957), erbat die Einstellung der Kämpfe und den Rückzug seiner Truppen. Selbst er hatte erkannt, angesichts der mangelnden Versorgung, Hunger, Kälte und Seuchen, das man diese Schlacht nicht gewinnen kann. Hitlers Befehl ließ nicht lange auf sich warten, die Front dürfe um keinen Meter zurückgenommen werden. 

Die Konfliktparteien waren; Deutsches Reich, Rumänien, Italien, Kroatien, Ungarn, mit einer Truppenstärke von etwa 850.000 Man –  gegen die Truppen der Sowjetunion, mit einer Truppenstärke von etwa 1.700.000 Mann – dementsprechend überlegen.

Es begann der Vormarsch – Operation Blau; Ziel war es die sowjetischen Ölfelder im Kaukasus einzunehmen. Stalingrad war für die Sowjets von großer Bedeutung, direkt an der Wolga gelegen war die Stadt wichtigster Nachschubweg für Rüstungsgüter. Die Eroberung sollte diesen Transportweg unterbinden und ein weiteres Vorstoßen der Wehrmacht in den Kaukasus sichern. Die 6. deutsche Armee (ca. 250.000 Mann) unter General Paulus erhielt Unterstützung von der 4. Panzerarmee unter Generaloberst Hoth mit unterstellten rumänischen Verbänden. Starker sowjetischer Widerstand sowie Treibstoffmangel führten zu einer Verzögerung um mehrere Wochen. Am 12. September verlangte Hitler die Einnahme Stalingrads.

  • Der Schlachtverlauf;
  • 1. Phase; Angriff der 6. Armee – massiver deutscher Luftangriff mit 600 Maschinen. Dies führte zum Tod Tausender Zivilisten, welche auf Befehl Stalins nicht evakuiert werden sollten. Die deutsche Luftwaffe warf ungefähr eine Million Bomben auf die Stadt ab.
    Die sowjetische Armee verfügte über etwa 1.000.500 Mann, 13541 Geschütze, 894 Panzer und 1115 Flugzeuge.
  • 2. Phase; Operation Uranus – Einkesselung der 6. Armee. Die deutschen Streitkräfte wurden von der sowjetischen Armee eingeschlossen. Die deutsche Luftwaffe konnte wegen schlechten Wetters nicht eingreifen. Den Angriff der roten Armee konnte man nicht stoppen.
  • 3. Phase; Eroberung des Kessels – Kesselschlacht – Die 6. Armee war völlig von sowjetischen Truppen eingeschlossen. Man versuchte eine Versorgung aus der Luft, benötigter Mindestbedarf 550 Tonnen täglich. Auf Grund der Wetterbedingungen erreichte man nur durchschnittlich 94 Tonnen pro Tag. Die Rationen der Soldaten wurden halbiert. Brotzuteilung anfangs 300 Gramm-später 60 Gramm pro Mann. Viele starben an Unterernährung und Unterkühlung. Die Versorgung aus der Luft brach immer mehr zusammen, da auch ein Abtransport der Verwundeten erfolgen musste.
    Das Ende der 6. Armee; Am 8. Januar 1943 lehnte Paulus die Aufforderung zur Kapitulation ab.

Am 10. Januar begann die letzte Großoffensive der Sowjets gegen die Reste der 6. Armee. Der Nordkessel mit 21 deutschen und zwei rumänischen Divisionen kapitulierte am 2. Februar 1943. Die Folgen und Verluste; Etwa 150.000 deutsche Soldaten starben in Kämpfen oder infolge des Hungers bzw. der Kälte. Rund 108.000 Mann gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der nur 6000 Überlebende bis 1956 in ihre Heimatländer zurückkehrten. Verluste insgesamt; ca. 841.000.
Verluste der Sowjets werden auf ca. 1.130.000 geschätzt. Stalingrad hatte eine halbe Million Einwohner – nach dem Krieg, weniger als 8000.