True Story

Hunger auf Leben – deutsches Drama, Biografie aus dem Jahr 2004.

Hunger auf Leben

Der Film beschreibt das Leben der deutschen Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) und basiert zudem auf ihren Tagebüchern.

Brigitte Reimann wurde am 21. Juni 1933 in Burg bei Magdeburg geboren. Ihr Vater Willie Reimann (1904-1990) war in sowjetischer Kriegsgefangenschaft und ist nun als Bankkaufmann tätig. Im Alter von 14 Jahren erkrankte sie an Kinderlähmung. Sie besucht die Grund- und Oberschule und macht 1951 ihr Abitur. Brigitte war die älteste von vier Kindern, ihr Bruder Ludwig kam 1934 zur Welt, Ulrich wurde 1941 geboren und 1943 folgte Schwester Dorothea.

Nach ihrem Abitur wollte sie Theaterwissenschaften studieren und Regisseurin werden. Wegen eines Unfalls musste sie ihr Studium beenden. Daraufhin wurde Brigitte Reimann Lehrerin in Burg. Sie heiratet den Maschinenschlosser Günter Domnik und erwartete ein Kind, das am Tag der Geburt verstarb. Ihre Stelle als Lehrerin musste sie aufgrund ihrer Krankheit aufgeben. 1955 begann sie mit dem Schreiben.

Der propagierten Stilrichtung Sozialistischer Realismus stand sie zunächst positiv gegenüber. Walter Ulbricht berief sie in die Jugendkommission beim Zentralkomitee der SED. Ihre politische Haltung änderte sich jedoch, außerdem ihre literarischen Ansprüche. Ihr unvollendeter Roman „Franziska Linkerhand“ zählt zu den bedeutendsten Werken und wurde 1974 postum in Ost-Berlin veröffentlicht. Der Roman ist autobiografisch geprägt und schildert den Alltag in der DDR.

1958 wird ihre Ehe geschieden und Brigitte Reimann zieht nach Hoyerswerda. Hier arbeitet sie im VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe. 1961 schrieb sie ihren Roman „Ankunft im Alltag“. Dadurch entstand der Begriff „Ankunftsliteratur“, einer literarischen Prägung der DDR-Literatur. Von 1959 bis 1964 war sie mit dem Schriftsteller Siegfried Pitschmann (1930-2002) verheiratet. 1965 erhielt Brigitte Reimann für ihre Erzählung „Die Geschwister“, diese 1963 erschienen ist, den Heinrich-Mann-Preis.

1964 kommt es zur Trennung von ihrem zweiten Ehemann und sie heiratet im selben Jahr Jon K.. Hier kommt es 1970 zur Trennung. 1968 zieht sie nach Neubrandenburg. Drei Jahre später heiratet sie den Arzt Dr. Rudolf Burgartz (1943-2015). Brigitte Reimann erkrankt an Krebs und leidet immer wieder an ihren Krankheitsschüben. Im August 1972 liegt sie im Krankenhaus und ist kaum ansprechbar. Am 20. Februar 1973 erliegt sie in Berlin ihren Krebsleiden.