True Story

Uzala, der Kirgise (Dersu Uzala) – sowjetisch-japanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1975.

Dersu Usala

Gezeigt wird die Geschichte des russischen Forschers Wladimir Klawdijewitsch Arsenjew (1872-1930) und des Jägers Dersu Usala (1849-1908), der den Forscher auf zwei seiner Expeditionen begleitete. Der Film basiert auf dem Buch „Dersu Uzala“ aus dem Jahr 1923 von Wladimir Klawdijewitsch Arsenjew.

Der russische Forscher begann 1902 mit seinen Expeditionen in den Wäldern des Fernen Ostens, in der Gegend des Flusses Ussuri, der einen Teil der chinesisch-russischen Grenze bildet. Hier findet er zahlreiche Arten der sibirischen Flora und er erforscht die Lebensweise der dort lebenden Menschen. Während seiner Erkundungen trifft der Forscher auf den Jäger und Waldläufer Dersu Usala, der ihn auf weiteren Expeditionen begleitet. Dersu Usala gehörte zu einer ethnischen Minderheit, den Hezhen oder auch Mandschu bzw. Nanai, einem Volk in Russland und der Volksrepublik China.

Der Entdecker Wladimir Arsenjew unternahm ab 1902 insgesamt zwölf Expeditionen, bei denen er in den Jahren 1906 und 1908 von Dersu Usala begleitet wurde. Er lebte allein in den Wäldern, nachdem seine Frau und die Kinder an der gefährlichen Infektionskrankheit Pocken gestorben waren. Zwischen den beiden Männern entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Dersu Usala zeigte ihm die Artenvielfalt, für den Forscher unbekannte Pflanzen und Tiere. Während eines schweren Unwetters rettete Dersu Usala dem Forscher das Leben.

Dersu Usala war ein alter Mann und wollte nicht in der Zivilisation leben, er mochte nicht in die Stadt ziehen und lieber allein im Wald bleiben. Als Wladimir Arsenjew 1908 in die Region des Flusses Ussuri zurückkehrte, war sein treuer Freund Dersu Usala nicht mehr am Leben. Vermutlich wurde er ermordet. Der Forscher hatte ihm ein wertvolles Gewehr geschenkt, das man ihm nehmen wollte und daraufhin tötete.

Wladimir Arsenjew führte seine Entdeckungen und Forschungen fort. Von 1917 bis 1924 war er Direktor des Naturkundemuseums von Wladiwostok und Chabarowsk. Er verstarb am 4. September 1930 an den Folgen einer schweren Lungenentzündung. Nach ihm wurde die Stadt Arsenjew benannt, als es zu einem Zusammenschluss mehrerer Dörfer gekommen war.