True Story

Räuber Kneißl – deutsches Drama aus dem Jahr 2008.

Räuber Kneißl

Der Film beschreibt das Leben des bayrischen Räubers Mathias Kneißl (1875-1902), in den Jahren 1892 bis zu seiner Hinrichtung 1902.

Mathias Kneißl war ein Dieb und Mörder aber auch ein Volksheld in Bayern. Man beschrieb ihn als einen Menschen, der das Herz am rechten Fleck trug. Der am 12. Mai 1875 in Unterweikertshofen geborene Mathias Kneißl war das älteste von sechs Kindern von Mathias Kneißl (1837-1892) und Therese Kneißl, geborene Pascolini. Sein Urgroßvater mütterlicherseits, Peter Pascolini, war aus der Lombardei zugezogen  und sein Onkel Johann Pascolini war ein bayrischer Räuber der zwischen München und Augsburg agierte.

Die Eltern bewirtschafteten ein Gasthaus, einem Treffpunkt vieler Krimineller. Man redete viel über den Pascolini-Clan, jeder wusste das sie klauten. Mathias Kneißl wurde hier zu Straftaten verleitet und erlernte zudem das Schießen. Für seine Vergehen kam es immer wieder zu kleineren Haftstrafen. Sein Vater starb 1892 als ihn die Polizei verhaften wollte. Die Mutter wurde inhaftiert, da man ihr gewisse Taten und Hehlerei nachweisen konnte.

Mathias Kneißl und seine Brüder begannen nun mit ihren Raubzügen. Im Jahr 1893 wurde er abermals verhaftet und zu fünf Jahren und neun Monaten Zuchthaus verurteilt. Sein Bruder starb im Gefängnis an Tuberkulose. 1899 wurde Mathias Kneißl entlassen und er findet Arbeit als Schreiner. Seine Kollegen wussten wer er war und lehnten eine weitere Zusammenarbeit mit ihm ab, woraufhin er entlassen wurde. Er suchte Arbeit doch niemand stellt ihn ein.

Daraufhin folgen mit einem Komplizen weitere Einbrüche. Sein Komplize konnte gefasst werden und die Polizei fahndete fieberhaft nach ihm. Zusammen mit einer Cousine wollte er in die Vereinigten Staaten auswandern. Am 30. November 1900 kam es zu einem Schusswechsel, als man versucht hatte ihn festzunehmen. Zwei der Gendarmen wurden dabei schwer verletzt, die später an ihren Verletzungen starben.

Im März 1901 konnte man Mathias Kneißl endgültig stellen. Er hatte vor sich bis zur letzten Sekunde zu verteidigen. Es kommt zu einem erbarmungslosen Schusswechsel, Polizisten finden ihn später schwer verletzt auf dem Dachboden einer Scheune. Er war von Kugeln getroffen, eine im Bauch, sein rechter Arm und die linke Hand. So schwer verletzt kann er sich nicht mehr zur Wehr setzen. Die Ärzte flicken ihn zusammen, um ihn für seine Hinrichtung vorzubereiten. Seine räuberischen Verbrechen hat er gestanden, hatte dabei nie die Absicht jemanden zu töten. Mathias Kneißl wurde am 21. Februar 1902 durch die Guillotine hingerichtet.