True Story

Vor uns das Meer (The Mercy) – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2018.

Vor uns das Meer

Der Film basiert auf der wahren und tragischen Geschichte des Freizeitseglers und Geschäftsmannes Donald Crowhurst (1932-1969), der von einer Segelregatta nicht zurückkehrte.

Der Amateur- und Hobbysegler Donald Crowhurst nahm im Jahr 1968 bis 1969 an dem „Sunday Times Golden Globe Race“ teil. Dieses Rennen wurde von der britischen Zeitung Sunday Times gesponsert und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mit ihren Booten die Welt zu umsegeln. Viele der Segler wollten schon immer so eine Weltumsegelung, von daher gab es keinerlei Qualifikationen für diesen Wettstreit. Jeder der Segler wollte das Preisgeld in Höhe von 5.000 britischen Pfund gewinnen. Neun waren gestartet, einige mussten aufgeben.

Zu den Teilnehmern zählten Chay Blyth, Nigel Tetley (1924-1972), Donald Crowhurst, Bernard Moitessier (1925-1994) und Robin Knox-Johnson, der dieses Rennen gewann und das Preisgeld der Familie von Donald Crowhurst spendete. Donald Crowhurst brauchte das Geld um sein marodes Unternehmen zu retten. Er hatte Schulden und nahm somit an diesem Wettbewerb teil. Er entschied sich für einen Trimaran, ein Boot das erst gebaut werden musste.

Sponsoren fanden sich für sein Vorhaben nur wenige, besser gesagt nur ein Unternehmer, der ihm einige benötigte Plastikbehälter zur Verfügung stellte. Er war dennoch überzeugt dieses Rennen mit seinem Trimaran zu gewinnen, trotz seiner geringen Segelerfahrung. Ihm blieb nur wenig Zeit um sich mit seinem Trimaran vertraut zu machen und es folgte ein überhasteter Start. Wichtige Ersatzteile und einiges an Ausrüstung blieben an Land.

Donald Crowhurst startete als letzter Teilnehmer am 31. Oktober 1968 in Teignmouth, England. Ihm wurde bald klar, dass sein Trimaran Teignmouth Electron nur begrenzt seetüchtig und viel langsamer als gedacht war. Seine Funknachrichten nach Hause klangen voller Optimismus und er gab an, er habe bereits eine weite Strecke zurückgelegt. Dies machte ihn in der Öffentlichkeit zu einem Favoriten, auch wenn es bei ihm selbst nicht wirklich danach aussah.

Seine Positionsangaben entsprachen nicht der Realität und er hatte vor die ganze Weltumsegelung nur vorzutäuschen. Er brach den Funkkontakt ab, da man ihn ständig nach seiner aktuellen Position fragte. Außerdem fälschte er das Logbuch in dem er verschiedene Positionen notierte, um eine Weltumsegelung glaubhaft zu machen. Als er vom Sieg von Robin Knox-Johnson hörte, der am 22. April 1969 wieder in England eintraf, war Donald Crowhurst voller Verzweiflung und er verlor wahrscheinlich seinen Verstand.

Man spricht von einem Selbstmord. Sein Leichnam wurde nie gefunden. Den Trimaran fand man am 10. Juli 1969 ohne ihn und ohne dem Logbuch und Schiffschronometer.