True Story

Camille Claudel – französisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1988.

Camille Claudel

Das Drama zeigt das Leben der französischen Bildhauerin und Malerin Camille Claudel (1864-1943).

Sie war die älteste Schwester des Dichters und Diplomaten Paul Claudel (1868-1955). Camille Claudel wurde am 8. Dezember 1864 in Fère-en-Tardenois, Aisne, Nordfrankreich geboren. Die Eltern waren Louis-Prosper Claudel und Louise-Athenaïse Cécile Cervaux-Claudel. Die Mutter zog 1881 mit ihren drei Kindern, Camille, Paul und einer weiteren Tochter, nach Paris.

Schon als Kind faszinierten Camille organische Materialien wie Steine und Erde. Als junge Frau studiert sie an der Académie Colarossi, einer Kunstschule in Paris. Ihr Mentor war der Bildhauer Alfred Boucher (1850-1934). Als dieser später nach Florenz gegangen war, bat er seinen Freund Auguste Rodin (1840-1917) seinen Unterricht fortzuführen.

Camille Claudel und Auguste Rodin verband nicht nur das Künstlerische, sondern es war der Beginn einer turbulenten und leidenschaftlichen Liebesbeziehung. 1884 begann Camille damit in seinem Atelier zu arbeiten. Sie inspirierte Auguste Rodin für seine Arbeiten. Sie stand Modell und war gleichzeitig seine Geliebte. Beide lebten jedoch nie zusammen, da Auguste Rodin seine 20-jährige Beziehung mit Rose Beuret nur ungern beenden wollte. Seit 1864 waren er und die Näherin ein Paar.

Ihre Mutter war über diese Affäre weniger erfreut, sie hatte Auguste Rodin schon als jungen Mann verabscheut. Camille wurde schwanger und beendete nach einer Abtreibung im Jahr 1892 den intimen Kontakt zu Rodin. Bis 1898 sahen sich beide jedoch regelmäßig. Sie brauchte ihn für ihre Arbeiten, zudem war sie von ihm abhängig, besonders seit dem ihr Vater verstorben war. Von ihrer Mutter und ihrem Bruder bekam sie keinerlei finanzielle Unterstützung.

Camille Claudel machte sich als Künstlerin einen Namen, man beschrieb sie als Genie. So entstanden zahlreiche Skulpturen. Als Auguste Rodin einige ihrer Werke sah, war er schockiert und voller Wut. Fortan möchte er sie nicht weiter unterstützen. Ab 1905 litt Camille an einer psychischen Erkrankung, Paranoia und einer diagnostizierten Schizophrenie. Sie zerstörte viele ihrer Skulpturen und beschuldigte Rodin des Plagiats und einer Verschwörung.

Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Gegen ihren Willen brachte man sie in eine Nervenheilanstalt. So verbrachte Camille Claudel ihre letzten 30 Lebensjahre in psychiatrischen Anstalten. Sie verstarb am 19. Oktober 1943 an einem Schlaganfall.