True Story

J. Edgar – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

J. Edgar

Der Film basiert auf der Geschichte von J. Edgar Hoover (1895-1972), dem ersten Direktor des FBI. 1924 wurde J. Edgar Hoover zum Direktor des Bureau of Investigation, dem Vorgänger des FBI, ernannt und war ab 1935 an der Gründung des FBI maßgeblich beteiligt. 33 Jahre ist J. Edgar Hoover Chef dieser Behörde.

Vom 10. Mai 1924 bis 30. Juni 1935 war er Direktor des Bureau of Investigation (BOI), wurde am 1. Juli 1935 zum führenden Leiter des FBI ernannt und arbeitete bis zu seinem Tod am 2. Mai 1972. Eine sehr lange Amtszeit unter den Präsidenten Franklin D. Roosevelt (1882-1945), Harry S. Truman (1884-1972), Dwight D. Eisenhower (1890-1969), John F. Kennedy (1917-1963), Lyndon B. Johnson (1908-1973) und Richard Nixon (1913-1994).

John Edgar Hoover wurde am 1. Januar 1895 in Washington, D.C. geboren. Er war das jüngste von vier Kindern von Dickerson Naylor Hoover (1856-1921) und dessen Ehefrau Anna Marie Scheitlin (1860-1938). Sein Großvater und Vater arbeiteten in der Staatsbürokratie. Sein 15 Jahre älterer Bruder Dickerson N. Hoover war ebenfalls im Staatsdienst tätig. Die ältere Schwester Lillian wurde 1882 geboren. Seine zweite Schwester Sadie Marquerite Hoover verstarb im Alter von drei Jahren an Diphtherie.

Die Eltern waren konservativ und religiös. Zu seiner Mutter hatte er eine sehr enge Bindung. Über seinen Vater sprach er nur sehr wenig, da dieser an Depressionen litt und oft in Psychiatrien eingewiesen wurde. John Edgar Hoover wollte zunächst Pastor werden, entschied sich jedoch Recht an der George Washington University zu studieren. Er wurde oft als Muttersöhnchen betitelt und blieb sein Leben lang unverheiratet.

Nach seinem Studium begann er ab 1917 für das Justizministerium zu arbeiten. 1921 kam er zum BOI, das insgesamt 650 Mitarbeiter zählte. Die Behörde hatte einen schlechten Ruf. Hoover war für Veränderungen und Neuerungen, woraufhin er ab 1925 eine zentral verwaltete Kartei für Fingerabdrücke einführte, er schuf ein kriminaltechnisches Labor und gründete eine Aus- und Fortbildungsakademie. 1926 wurde er Generalinspekteur des Steamboat Inspection Service.

John Edgar Hoover erkannte die Bedeutung der Massenmedien, die er geschickt nutzte, als es zu Festnahmen bekannter Gangster gekommen war. Während des Zweiten Weltkriegs gründete er 1940 den Special Intelligence Service, der Spionageaktionen durchführte. Das FBI war für innerstaatliche Geheimdienstarbeit zuständig. Nach dem Krieg verfolgte man Spione, Extremisten und Kommunisten.

In den 1960er Jahren, als sich die Bürgerrechtsbewegung durch Martin Luther King bildete, stellte sich Hoover dagegen. Er zeigte öffentlich seine Abneigung. Als 1963 John F. Kennedy ermordet wurde, übernahm Hoover persönlich die Ermittlungen des FBI. Seine Beziehung zu Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson war deutlich entspannter. John Edgar Hoover verstarb am 2. Mai 1972 an Herzversagen.