True Story

6 Below – Verschollen im Schnee (6 Below: Miracle on the Mountain) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2017.

6 Below

Der Film basiert auf dem Buch „Crystal Clear“ von Eric LeMarque, eines ehemaligen Eishockeyspielers, der in seinem Buch seine eigene Geschichte beschreibt.

Als Eric LeMarque im Jahr 2004 beim Snowboarden in den Bergen der Sierra Nevada von einem Schneesturm überrascht wird war er in der Wildnis gefangen. Er überlebte acht Tage, baute sich einen Iglu und ernährte sich von Pinienkernen und Tannennadeln. Nach acht Tagen und einer Strecke von fast 10 Meilen durch den Tiefschnee und Minustemperaturen fand er den Weg zurück in das Skigebiet Mammuth Mountain. Man brachte ihn sofort in ein Krankenhaus, trotz der Bemühungen der Ärzte verlor er beide Unterschenkel.

Eric LeMarque war ein harter Kerl, schließlich spielte er Eishockey. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er auf dem Eis. Das machte ihn zu einem Profispieler im Eishockey. Er besitzt eine doppelte Staatsbürgerschaft und spielte bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer für das Team Frankreich. Wie bei allen Profisportlern endete auch seine Karriere. Er fand einen Job in einer Firma für Sportartikel. Das Snowboarden hatte ihn begeistert, fand jedoch auch Gefallen an der Droge Crystal Meth. Diese Drogen haben ihn stark geprägt, er trennte sich von Freunden und Familie und zog sein eigenes Ding durch. Er fühlte sich euphorisch und voller Energie. Seine Leidenschaft galt dem Snowboarden. Diesen Sport möchte er leben, wurde jedoch auch sehr egoistisch dabei.

Als Eric LeMarque am 6. Februar 2004 in den Bergen mit seinem Snowboard unterwegs ist bricht ein Sturm herein und man ist gezwungen die Pisten zu schließen. Er ignorierte diese Warnung. Sämtliche Skibegeisterte hatten bereits die Pisten verlassen. Er war fest entschlossen noch eine Tour mit seinem Snowboard zu fahren. Nebel machte sich auf und er nahm einen falschen Weg, der ihn noch tiefer in die eiskalte Wildnis führte. Ihm wurde bewusst das er hier die Nacht verbringen muss. Er zitterte vor Kälte was ihn nicht schlafen ließ. Voller Hoffnung glaubte er am nächsten Tag seinen Spuren folgen zu können. Eine kleine Tüte mit Crystal Meth hatte er noch dabei, doch er warf die Drogen weg.

Als er einen Fluss erreicht und etwas trinken wollte, brach ein Vorsprung weg und er stürzte in das eiskalte Wasser. Völlig durchnässt musste er seine Kleidung ausziehen, doch die Sachen trockneten nicht. Er spürt seine Füße nicht mehr und muss sich bewegen. Tagsüber lief er weiter und schlief nachts in Schneehöhlen. Mittlerweile wurde eine Suchaktion gestartet. Nach acht Tagen kreiste ein Hubschrauber über ihn und er wurde völlig erschöpft gefunden.

Das er diese acht Tage überlebt hat ist ein Wunder, was ihm den Namen „Miracle Man“ einbrachte. Der am 1. Juli 1971 in Paris geborene Eric LeMarque hat lange gebraucht um dies zu verarbeiten, besonders der Verlust seiner beiden Unterschenkel. So fand er auch zu Gott und ging in die Kirche. Drogen hat er nie wieder angerührt. Heute ist er verheiratet und Vater von zwei Söhnen.