True Story

Mutiny – Meuterei in Port Chicago – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1999.

Mutiny

Gezeigt wird die wahre Geschichte einer Katastrophe (zum Teil Originalaufnahmen) während des Zweiten Weltkriegs in Port Chicago, Kalifornien, und einer darauffolgenden Meuterei.

Am 17. Juli 1944 kommt es im Hafen von Port Chicago zu einer Explosion, während Munition auf ein Frachtschiff verladen wurde. Die Munition sollte zu den Truppen im Pazifik gebracht werden. Beim Verladen kam es zu dieser Explosion, bei der 320 Marinesoldaten, Seeleute und Zivilisten getötet wurden. 390 weitere Personen wurden verletzt. Die meisten Toten und Verletzten waren Afroamerikaner.

Einen Monat später verweigerten Hunderte von Soldaten die Verladung der Munition. Sie bemängelten gewisse Sicherheitsmaßnahmen. Es folgte eine Meuterei, an der sich fünfzig Soldaten beteiligten, genannt „Port Chicago 50“, die wegen dieser Meuterei verurteilt wurden. Das Urteil lautete 15 Jahre Haft, plus Zwangsarbeit, außerdem einer unehrenhaften Entlassung aus dem Militärdienst. 47 Männer wurden vorzeitig entlassen. Die drei weiteren verbrachten noch einige Monate in Haft.

Zu dieser Munition zählten Bomben, Granaten, Seeminen, Torpedos und Patronen für kleinere Waffen und Geschütze. Die Verladung erfolgte mit einem Kran, Winden und per Hand. Die Männer die diese Munition verladen hatten waren alles Farbige, während die befehlshabenden Offiziere alle Weiße waren.

Die neuen Rekruten waren in der Marinestation Great Lakers untergebracht und wurden hier ausgebildet. Die Soldaten wurden jedoch auch zum Beladen der Schiffe eingesetzt. Keiner von ihnen hatte spezielle Einweisungen zum Verladen der Munition erhalten. Man drängte sie dazu, die Munition so schnell wie möglich zu verladen. Für viele war dies eine Fehlentscheidung, unmöglich in der vorgegebenen Zeit die Tonnen an Munition zu verladen. Niemand wusste oder beachtete, ob diese Männer überhaupt mit gewissen Sicherheitsbestimmungen vertraut waren. Die Hebevorrichtungen und Winden bereiteten teilweise Probleme, sie wiesen zum Teil Mängel auf. So kam es zu dieser Katastrophe.

Bereits vier Tage zuvor, am 13. Juli 1944, hatte man mit dem Beladen des Schiffes begonnen. Am Abend meldete man, das sich etwa 40 Prozent der gesamten Ladung an Bord des Schiffes befinden. Dies waren bereits 4.000 Tonnen Munition und zudem der Kraftstoff, 840.000 Liter Schweröl, für die geplante Reise in den Pazifik.

Am Abend des 17. Juli 1944 kommt es zu dieser Explosion, mit einem weit sichtbarem Feuerball. Das Frachtschiff, SS EA Bryan, wurde komplett zerstört. 320 Menschen starben. 202 der Toten und 233 der Verletzten waren Farbige. Die genaue Ursache für dieses Unglück konnte nie ermittelt werden.