True Story

Sweet Country – australisches Drama aus dem Jahr 2017.

Sweet Country (12.7.)

Das Drama führt uns in das Jahr 1929, ins Outback des Northern Territory in Australien. Drehbuchautor David Tranter schreibt über die Erzählungen seines Großvaters. Seine Familie die zum dem Stamm der Alyawarra zählt und die Familie des Regisseurs Warwick Thornton, des Stammes Kaytej, haben in den 1920er Jahren ähnliches erlebt. Die indigenen Australier arbeiteten ohne Bezahlung oder nur gegen Lebensmittel. Dies wurde durch ein Gesetz, Native Affairs Act, geregelt.

Im Film wird die wahre Geschichte eines australischen Ureinwohners, des Aborigine Wilaberta (Wilberta oder Willaberta) Jack erzählt, dieser im Jahr 1929 den Veteranen des Australien and New Zeeland Army Corps (ANZAC) Harry Henty erschossen hatte. Zwischen den beiden Viehzüchtern war es zu einem Streit gekommen. Der Aborigine Wilaberta Jack wurde wegen Mordes an dem Weißen Harry Henty angeklagt.

Harry Henty war aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt und ließ sich in der Nähe von Hatches Creek nieder. Er galt als strenger Mann, sehr aggressiv gegenüber den Aborigines, die er oft auf die Hände schlug oder die Ureinwohner gar in Ketten legte. Der Viehzüchter hatte die Aborigines, die auf seiner Farm arbeiteten, grausam behandelt. Selbst die Frau von Wilaberta Jack zwang er in sein Bett. Als er es bei der Nichte von Wilaberta Jack versuchte, entbrannte ein Konflikt, da sie noch sehr jung war.

Ein Aborigine war vor Henty geflohen, der Angst hatte wieder bestraft zu werden. Henty beschuldigte Wilaberta Jack zu Unrecht, den Flüchtigen beschützt zu haben. Harry Henty glaubte, dass er den Flüchtigen versteckt. Als sich ihm Harry Henty näherte und er sich bedrängt fühlte, fiel ein Schuss.

Wilaberta Jack fürchtete eine ungerechte Behandlung, eine Verurteilung nach weißem Recht, woraufhin er und seine Frau in den Busch flüchteten. Suchtrupps brauchten mehrere Monate um ihn zu finden. Hier berichtet man über eine außergewöhnliche Geschichte des Überlebens, in der rauen Landschaft Zentralaustraliens.

Man übergab ihn den Strafverfolgungsbehörden. Er wurde verhaftet, in Ketten gelegt und zum Prozess nach Darwin gebracht. Hier wurde Wilaberta Jack wegen Mordes angeklagt und für unschuldig befunden. Es folgte ein Freispruch, da er aus Notwehr gehandelt habe. Nicht jeder der Weißen war mit dieser Entscheidung des Gerichts einverstanden.