True Story

Skin – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2018.

Skin

Der Film basiert auf der Geschichte des ehemaligen amerikanischen Skinhead Bryon Widner. Bereits 2011 erschien eine Dokumentation mit dem Titel „Erasing Hate“ über das Leben von Bryon Widner.

Der 1977 geborene Bryon Widner wurde im Alter von 14 Jahren mit dem Rechtsextremismus konfrontiert und zu einem Skinhead. 16 Jahre lang ist er für rassistische Organisationen tätig. Er ist Mitbegründer des Vinlanders Social Club, einer rechtsgerichteten Vereinigung. Diese Organisation etablierte sich zu einer der größten Skinhead-Organisationen in den USA.

Im Jahr 2005 heiratet er Julie Larsen, die drei Kinder aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe bringt. Ein Jahr darauf bekam das Paar einen Sohn. Seine Verantwortung als Vater brachten ihm den Wunsch, sich und sein Leben zu ändern und vor allem die rassistische Bewegung zu verlassen. Er wandte sich von der Organisation ab, es folgten Morddrohungen und Anfeindungen, während er versucht ein neues Leben aufzubauen.

Während seiner Zeit als Skinhead schmückten zahlreiche Tattoos seinen Körper, keine gewöhnlichen, sondern rassistische und gewaltverherrlichende Verzierungen. Auffällig waren seine Tattoos im Gesicht, die ihn nach seiner Wandlung behinderten, sich dem normalen Leben und der Gesellschaft anzuschließen. Er musste diese Tattoos unbedingt loswerden. Seine Frau befürchtete, er würde schlimmes tun, unter anderem sein Gesicht in Säure zu tauchen.

Seine Frau suchte nach Unterstützung und fand diese bei dem politisch engagierten Aktivisten Daryle Lamont Jenkins, dem Gründer von One People’s Project, einer Organisation die sich mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt und sogar Personen überwacht und Informationen liefert. Hier erklärte man sich nach mehreren Gesprächen bereit ihn zu unterstützen. Ein plastischer Chirurg entfernte ihm die kompletten Gesichtstattoos. Ein anonymer Spender hatte 35.000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Die Entfernung der Tattoos zog sich über anderthalb Jahre und dies waren extrem schmerzhafte Eingriffe. Sein ganzer Körper war übersät mit Tattoos, Nazi-Symbolen, Hakenkreuzen und einem blutgetränkten Rasiermesser. Überall wo er auftauchte, wurde er gemieden. Man sah ihn als brutalen Schläger und nicht als liebevollen Familienvater. Der Chirurg Dr. Bruce Shack sagte; „Das waren nicht nur ein paar Tattoos, das war eine ganze Leinwand“. Mittels einem Laser hatte er Bryon Widner die Gesichtstattoos entfernt.