True Story

Mord in Eberswalde – deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 2013.

Mord in Eberswalde

Der Film beruht auf dem wahren Fall des Kindermörders Erwin Hagedorn (1952-1972), dieser für drei Morde und Kindesmissbrauchs verantwortlich ist. Erwin Hagedorn war ein deutscher Sexualstraftäter und Kindermörder, der am 15. September 1972 in Leipzig hingerichtet wurde. Dies war die letzte Vollstreckung einer zivilen Todesstrafe in der Deutschen Demokratischen Republik.

Erwin Hagedorn wurde am 30. Januar 1952 in Eberswalde geboren. Er war Kochlehrling in der Mitropa-Bahnhofsküche, als er am 31. Mai 1969 auf grausame Weise, im Blutrausch, die beiden Schüler, die beiden neunjährigen Jungen Henry Specht und Mario Louis ermordet. Die beiden Kinder galten als vermisst. Erst zwei Wochen später findet man die Leichen im Eberswalder Wald an der Drehnitzwiese.

Beiden Jungen wurde die Kehle durchtrennt und bei einem der Opfer, fand man aufgrund der Leichenfäule, den Kopf abgetrennt. Ein Fall, der selbst erfahrene Polizisten erschüttert. Es folgte eine Fahndung nach dem Täter. Alles was verfügbar war, wurde mobilisiert um diese Morde aufzuklären. Etwa 200 Kriminalisten aus dem ganzen Land wurden zusammengezogen. Der Berliner Gerichtspsychiater Hans Szewczyk (1923-1994) fertigte ein Täterprofil an. Diese Methoden des Profiling wurden hier erstmals in Deutschland angewandt.

Laut dem Täterprofil müsse es sich hierbei um einen homosexuellen und pädophilen Täter handeln. Das der Täter der 17-jährige Kochlehrling Erwin Hagedorn ist, konnte niemand ahnen. Die damals typischen geheimen Ermittlungen wurden eingestellt. Am 7. Oktober 1971 schlägt der Täter wieder zu. Er tötet den 12-jährigen Ronald Winkler, im selben Wald und auf die gleiche bestialische Weise. Hans Szewczyk hatte die Idee, Befragungen der Schulklassen durchzuführen. Dies brachte die Polizei auf eine entscheidende Spur.

Einer der Schüler sagte aus, er sei schon früher von Erwin Hagedorn sexuell belästigt worden. Erwin Hagedorn wurde am 12. November 1971 festgenommen. Er gestand die Sexualstraftaten und war erleichtert. Am 15. Mai 1972 wird der Täter im Namen des Volkes zum Tode verurteilt und am 15. September 1972 das Urteil in der Justizvollzugsanstalt Leipzig mit einem Genickschuss vollstreckt. Ein Gnadengesuch seiner Eltern an den Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht wurde abgelehnt.