True Story

Der verlorene Sohn (Boy Erased) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2018.

Der verlorene Sohn

Der Film beruht auf den Memoiren Boy Erased von Garrard Conley aus dem Jahr 2016, einem New York Times Bestseller.

Garrard Conley fühlt sich zu Männern hingezogen und ist 19 Jahre alt, als er sich vor seinen Eltern als homosexuell outet. Fortan lief es nicht so gut. Sein Vater ist Prediger bei der Southern Baptist Convention, einer christlichen Glaubensgemeinschaft. Garrard Conley kämpfte jahrelang darum, seine Homosexualität mit seinem Glauben in Einklang zu bringen.

Seine Eltern forderten von ihm eine Therapie zu machen, um dadurch seine sexuelle Orientierung zu ändern. So kommt er zu dem Jugendprogramm und der Organisation Love In Action, diese von John Smid geleitet wurde. Lesben und Schwule sollten hier zu einer Heterosexualität konvertiert werden. Homosexuelle Teenager mussten sich einer Behandlung unterziehen.

John Smid legte 2008 sein Amt nieder und entschuldigte sich 2010 für etwaige Schäden die er angerichtet habe. Er hatte den Jugendlichen nicht geholfen, sondern eher geschadet. Die Heterosexualität sollte bei diesem Programm mit psychologischen und spirituellen Interventionen herbeigeführt werden. John Smid habe diesen Versuch generell aufgegeben, da dies nie funktioniert habe.

Garrard Conley wurde 1984 geboren und wuchs zunächst in Cherokee Village und später in Mountain Home, Arkansas, auf. Bevor sein Vater Prediger wurde, arbeitete er als Autoverkäufer. Garrard Conley ist Autor und Aktivist der sich für Lesben und Schwule einsetzt. Über das Thema Homosexualität hält er Vorträge an Schulen und anderen Veranstaltungsorten. Mit seinem Lebenspartner lebt er heute in New York.