True Story

The Libertine – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2004.

The Libertine

 

The Libertine beruht auf dem Leben von John Wilmot, 2. Earl of Rochester (1647-1680), einem englischen Dichter und Vertrauten des Königs Karl II. (1630-1685), sowie dem Staatssekretär Samuel Pepys (1633-1703).

Sein Zeitgenosse, der Dichter, Satiriker und Politiker Andrew Marvell (1621-1678) bezeichnete John Wilmot als einen der besten englischen Satiriker. Ein sehr bedeutender Dichter, dessen Poesie in der viktorianischen Ära zensiert wurde. Seine Werke wurden in den 1920er Jahren durch Graham Greene und Ezra Pound wiederbelebt. Bekanntheit erlangte John Wilmot durch seine äußerst obszöne Sprache und seiner scharfen Gesellschaftskritik.

John Wilmot wurde am 1. April 1647 im Landhaus Ditschley House in Oxfordshire geboren. Sein Vater Henry Wilmot, 1. Earl of Rochester, war Generalleutnant und die Mutter Anne St. John, Countess of Rochester, eine streng gläubige Anglikanerin. John Wilmot wurde zunächst privat unterrichtet und besucht später die Grammar School in Burford. Als sein Vater 1658 stirbt, erbt er den Titel des Earl of Rochester. Ein Jahr darauf immatrikulierte er am Wadham College an der Universität Oxford, diese er 1661 mit dem Master-Abschluss verließ.

Es dauerte nicht lange und John Wilmot zählte zum engsten Kreis des Königs. Wegen seiner Tapferkeit im Krieg wurde er bekannt, gelobt und geehrt. 1667 heiratet er Elizabeth Malet (1651-1681), eine Adlige und reiche Erbin. Das Paar bekommt vier Kinder; Charles Wilmot, 3. Earl of Rochester (1671-1681), Anne, Elizabeth und Malet Wilmot. Er scherzte gern und war berüchtigt wegen seines Alkoholkonsums. Dennoch sehr redegewandt und er verstand es zu diskutieren.

John Wilmot mochte das Theater, das er oft besuchte und wo er auch seine spätere Geliebte, die bekannte Darstellerin Elizabeth Barry (1658-1713) kennen lernte. Mit ihr hat er ebenfalls eine Tochter, Elizabeth (1677-1689) . Über John Wilmot gibt es eine Vielzahl von Berichten, Anekdoten und Tagebucheinträgen über seine Trunksucht und sein ausschweifendes Leben. 1676 kam es zu einer Auseinandersetzung mit den königlichen Wachen. Einer seiner Gefährten wurde dabei getötet. John Wilmot verstarb am 26. Juli 1680 an den Folgen einer Syphiliserkrankung. Dies  ist jedoch umstritten und man geht von einer Nierenerkrankung aus.