True Story

Amundsen – norwegisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 2019.

Amundsen

 

Gezeigt wird die Geschichte des norwegischen Entdeckers Roald Amundsen (1872-1928), einer der Schlüsselfiguren im Goldenen Zeitalter der Erforschung der Antarktis. Der Film beruht auf seiner bekannten Reise zum Südpol in den Jahren 1910 bis 1911, seiner Romanzen und den Konflikten mit seinem Bruder Leon, dieser die Finanzierungen vieler seiner Expeditionen organisierte.

Roald Engelbregt Gravning Amundsen wurde am 16. Juli 1872 in der Gemeinde Borge, Østfold, Norwegen, geboren. Er war der vierte Sohn von Jens Amundsen und Hanna Sahlqvist. Seine Mutter wollte das er nie zur See fährt und stattdessen Arzt werden solle. Als er 21 Jahre alt ist und seine Mutter stirbt, bricht er dieses Versprechen. Er wollte sein Leben den Entdeckungen widmen.

Als Erster Offizier nahm er in den Jahren 1897 bis 1899 an der belgischen Antarktis-Expedition teil, diese von Adrien de Gerlache (1866-1934) geleitet wurde. Im Jahr 1903 leitet Roald Amundsen seine erste Expedition. Er entschied sich für sechs Männer und ein kleines Schiff um somit näher an die Küstenregionen zu gelangen. Sie trafen auf die Netselik Inuit, einem indigenen Volk, von denen sie lernten, in der rauen Region zu überleben. Diese Erkenntnisse waren auch später während seiner Reise zum Südpol von unschätzbarem Wert.

Seine nächste Expedition sollte ihn zum Nordpol führen. Als er jedoch erfahren hatte, dass die Amerikaner Frederick Cook und Robert Peary behaupteten den Nordpol erreicht zu haben, änderte er seine Pläne und brach in die Antarktis auf. Auch der Brite Robert Falcon Scott und seine Männer hatten geplant noch in diesem Jahr zu einer Erkundung zum Südpol aufzubrechen.

Roald Amundsen erreichte am 14. Januar 1911 den östlichen Rand des Ross-Schelfeises. In einer Bucht richteten sie ihr Basislager ein. Roald Amundsen nannte diese Basis Framheim. Um die eisigen Temperaturen zu überstehen, mied er die schwere Wollkleidung und trug Kleidung aus Fellen, die ihm die Inuit damals empfohlen hatten. Ihr Ziel war nun das Plateau des Axel Heiberg-Gletschers, das sie einen Monat vor Robert Falcon Scott und seinen Männern erreicht hatten. Dieser Gletscher wurde von Roald Amundsen entdeckt und nach dem norwegischen Diplomaten und Finanzier Axel Heiberg benannt. Am Südpol errichteten sie erneut ein Lager, das sie Polheim nannten.

Roald Amundsen und seine Männer machten sich auf ihren Rückweg und brachen nun in Richtung ihres Basislagers Framheim auf. Hier kamen sie am 25. Januar 1912 an. Von hier aus ging es nach Hobart, Australien, wo Roald Amundsen seine Erfolge öffentlich bekannt gab. Seine Expedition verlief reibungslos und ohne tragische Ereignisse, während bei der Erkundung unter Robert Falcon Scott alle der vier Männer starben.

1918 kommt es zu weiteren Expeditionen. 1925 erreichten Roald Amundsen und seine  Männer den Nordpol. Ein Jahr darauf startete das Luftschiff Italia für Entdeckungsreisen am Nordpol. Das Luftschiff stürzt 1928 in der Nähe Spitzbergens ab. Roald Amundsen war aufgebrochen um nach den verunglückten Männern zu suchen. Während dieser Rettungsmission verschwand er am 18. Juni 1928. Eine spätere Suche nach ihm wurde im November 1928 von der norwegischen Regierung abgebrochen. Sein Leichnam wurde nie gefunden.