True Story

Die Teufel (The Devils) – britisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1971.

The Devils

 

Der Film basiert auf dem 1952 erschienenen Buch „The Devils of Loudun“ von Aldous Huxley, einer historischen Erzählung über religiösen Fanatismus, sexueller Unterdrückung und Massenhysterie in Frankreich im 17. Jahrhundert, im Zusammenhang mit den Hexenprozessen in Loudun. Bereits 1960 entstand das Bühnenstück „The Devils“ von John Whiting.

Gezeigt wird eine historische Darstellung vom Aufstieg und dem Fall des römisch-katholischen Priesters Urbain Grandier (1590-1634), dieser wegen angeblicher Hexerei hingerichtet wurde. Im Jahr 1634 kam es zu einem Hexenprozess in der französischen Stadt Loudun, nachdem Nonnen der Ordensgemeinschaft Ursulinen behaupteten, von Dämonen heimgesucht worden zu sein und diese Besitz ergriffen hätten. Die katholische Kirche ordnete eine Untersuchung an. Pater Urbain Grandier wurde beschuldigt die bösen Geister herbeigerufen zu haben. Er wurde der Hexerei für schuldig befunden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Urbain Grandier wurde 1617 zum Priester der Kirche Saint-Pierre-du-Marché in Loudun ernannt. Er galt als gebildet, wohlhabend und gut aussehend. Als beliebter Prediger wurde er von vielen beneidet. Urbain Grandier war kein Unterstützer der Politik des Kardinals, dem Herzog von Richelieu (1585-1642). Hier war es auch zu Auseinandersetzungen gekommen.

Das Ursulinenkloster wurde im Jahr 1626 eingeweiht. Ab 1632 hatte die Priorin Jeanne des Anges das klösterliche Amt geführt. In diesem Kloster lebten etwa 17 Nonnen, mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren. Auch die Pest war im Jahr 1632 ausgebrochen. Ärzte und Wohlhabende hatten die Stadt verlassen. Die Klöster blieben geschlossen und man verschanzte sich hinter den Mauern. Der Priester Urbain Grandier kümmerte sich währenddessen um die Kranken und gab den Armen Geld.

Nur wenige Monate später berichteten die Nonnen über erste Anzeichen von Dämonen und Besessenheit. Sie sprachen nun vermehrt über ihre angeblichen Visionen. Der Kaplan des Klosters Jean Mignon hatte entschieden, eine Reihe von Exorzismen durchzuführen. Urbain Grandier wurde nun beschuldigt für die Dämonen verantwortlich zu sein. Das Benehmen der Nonnen wurde immer seltsamer und extremer, sie kreischten, schrien und fluchten. Ihr seltsames Verhalten lockte auch einige Neugierige und Zuschauer an.

Urbain Grandier wurde festgenommen. Es kommt zu einem Prozess, bei dem Zeugen aussagten, Grandier sei zu allen Stunden auf mysteriöse Weise im Kloster erschienen. Obwohl niemand genau sagen konnte, wie er angeblich das Kloster hätte betreten sollen. Ihm wurde zugesagt, kurz vor seiner Hinrichtung, die Gelegenheit zu bekommen um zu sprechen, eine letzte Erklärung abzugeben. Außerdem sollte er aus Barmherzigkeit vor dem Verbrennen gehängt werden.

Im August 1634 behauptete der Richter, Grandier habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Er wurde der Hexerei für schuldig befunden und bei lebendigen Leibe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Mönche sorgten dafür, dass seine letzten Worte nicht zu hören waren. Die Besessenheit der Nonnen fand jedoch durch den Tod von Grandier kein Ende. Bis zum Jahr 1637 berichtete man von Dämonen. Öffentliche Exorzismen wurden auch nach dem Tod von Grandier praktiziert. Erst 1638 berichtete man über das Verschwinden der Dämonen.