True Story

Ein Jude als Exempel (Un Juif pour l’exemple) – schweizerisches Drama aus dem Jahr 2016.

Ein Jude als Exempel

Das Drama basiert auf dem Roman „Un Juif pour l’exemple“ des Schriftstellers Jacques Chessex (1934-2009), in dem er die Geschichte eines Mordes während der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt. Der Autor ging in Payerne, Schweiz, zur Schule und hat den Fall als Kind miterlebt, als der jüdische Viehhändler Artur Bloch (1882-1942) ermordet wurde. Er kannte die Täter, sowie das Opfer. Das Buch rollt den Mord am jüdischen Viehhändler Arthur Bloch auf und sorgte in Payerne für heftige Diskussionen. Es wird als ein dunkles Kapitel Schweizer Geschichte beschrieben.

Arthur Bloch war ein Schweizer Jude, ein Viehhändler aus Bern, der in der Stadt Payerne von fünf Sympathisanten der Nationalsozialisten am 16. April 1942 ermordet wurde. Ein aufsehenerregender Fall, da dieser Mord aus rassistischen Gründen in der als neutral geltenden Schweiz geschah. In Payerne spricht man nicht gerne darüber. Erst später kam heraus, das Artur Bloch von fünf Männern in einen Stall gelockt wurde, unter dem Vorwand ihm ein Tier zu verkaufen. Hier wurde er ermordet.  Der Leichnam wurde mit Axt, Säge und Fleischermesser zerteilt, in Kübeln verstaut und in den nahe gelegenen Neuenburgersee versenkt. Die Leichenteile wurden später geborgen und auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt.

Die Täter Fernand Ischi, Georges Ballotte, Robert und Max Marmier sowie Fritz Joss konnten kurz nach diesem Mord gestellt werden. Die drei Haupttäter wurden zu lebenslangen Zuchthausstrafen, die beiden anderen Täter zu Haftstrafen von 20 bzw. 15 Jahren verurteilt. Anstifter für diesen Mord war der Pfarrer Philippe Lugrin. Er war Anführer der Partei Nationale Bewegung der Schweiz, zudem Mitglied der Organisation Ligue vaudoise. Ihm war zunächst eine Flucht gelungen und er konnte untertauchen. Nach dem Krieg wurde Philippe Lugrin von den Alliierten gefasst und an die Schweiz überstellt. 1947 wurde er zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt.

 

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