True Story

Total Eclipse – Die Affäre von Rimbaud und Verlaine – britisch-französisch-belgisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1995.

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Das Drehbuch zum Film basiert auf Briefen und Gedichten der beiden französischen Dichter Paul Verlaine (1844-1896) und Arthur Rimbaud (1854-1891). Bereits 1967 erschien das Theaterstück Total Eclipse von Christopher Hampton. Geschildert wird die leidenschaftliche aber auch die durch Gewaltexzesse geprägte Beziehung der beiden Dichter.

Paul Marie Verlaine wurde am 30. März 1844 in Metz geboren. Bereits in jungen Jahren begann er mit dem Schreiben von Gedichten. Sein erstes Gedicht wurde 1863 veröffentlicht. 1870 heiratet er Mathilde Mauté und tritt im selben Jahr dem Militär bei. Paul Verlaine wurde Leiter des Pressebüros der Pariser Kommune, einem spontan gebildeten revolutionären Pariser Stadtrat. Er entkam einer tödlichen Straßenschlacht und tauchte unter. Im August 1871 kehrt er nach Paris zurück und erhielt im September einen Brief von Arthur Rimbaud, einem Bewunderer seiner Gedichte.

Jean Nicolas Arthur Rimbaud wurde am 20. Oktober 1854 in Charleville geboren. Als Jungen beschrieb man ihn als klein, mit blasser Hautfarbe, aber auch als guten Schüler. Er nahm an Wettbewerben teil und gewann mehrere Preise. Es ist die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges, 1870 bis 1871, dieser mit einem Sieg des Norddeutschen Bundes und seiner Verbündeten endete. Arthur Rimbaud suchte das Abenteuer und wollte nach Paris. Da er nicht im Besitz einer Fahrkarte war, wurde er festgenommen. Man übergab ihm seiner Mutter, wo er Tage später wieder davon lief.

Sein Verhalten wurde nun sehr provokativ. Er verfiel dem Alkohol, klaute Bücher und verfasste Gedichte mit vulgären Ausdrücken. Er schrieb an mehrere Dichter, erhielt jedoch keine Antwort. Sein Freund Charles Auguste Bretagne sagte, er solle einen Brief an Paul Verlaine schreiben, dieser bereits als sehr bedeutend galt. Arthur Rimbaud sandte ihm mehrere seiner Gedichte und Paul Verlaine war fasziniert. Er antwortete ihm und schrieb er solle nach Paris kommen. Man erwarte ihn sehnsüchtig und werde die Fahrt bezahlen.

Arthur Rimbaud kam Ende September 1871 in Paris an und wohnte im Haus von Paul Verlaine und dessen Ehefrau. Seine Frau war 17 Jahre alt und schwanger. Paul Verlaine hatte seine Arbeit aufgegeben und verfiel dem Alkohol. Zwischen den beiden Dichtern entwickelte sich eine kurze aber leidenschaftliche Affäre. Es folgte ein wildes Leben, Alkohol und Drogen. Dies sah man in der literarischen Szene von Paris als ein Skandal. Paul Verlaine verließ seine Ehefrau und seinen Sohn und ging mit Arthur Rimbaud nach London.

Es kam zu einem Streit und Paul Verlaine wollte in Brüssel seine Frau treffen. Er kehrte ohne Arthur Rimbaud nach Paris zurück. Beide Dichter trafen sich erneut und auch hier kommt es zu Auseinandersetzungen. Paul Verlaine kaufte einen Revolver und schoss auf Arthur Rimbaud, der an der Hand verletzt wurde. Dies brachte Paul Verlaine eine zweijährige Haftstrafe ein. Arthur Rimbaud kehrte nach Charleville zurück und vollendete sein Gedicht „Une Saison en Enfer“. Beide Dichter trafen sich zuletzt 1875 in Stuttgart. Arthur Rimbaud verstarb am 10. November 1891 und Paul Verlaine starb am 8. Januar 1896.